Johannisberg Nordostwand – EISTOUR – Glocknergruppe Hohe Tauern

 
 

Die interessante Nordostwand des Johannisberges, 3463 Meter, ist wohl jedem, der über den Obersten Pasterzenboden, von der Oberen Ödenwinkelscharte zur Oberwalderhütte, unterwegs war, schon aufgefallen. Mit ihrem kleinen Hängegletscher ragt sie, von einigen Querklüften durch­zogen, runde 300 Meter über den fast ebenen Gletscherboden auf. Diese Eiswand steht im Schatten der berühmteren Flanken in der Glocknergruppe, wie beispiels­weise Fuscherkarkopf-Nordwand oder Wiesbachhorn-Nordwest­wand. Den kleinen Hängeglet­scher sollten gute Eisgeher etwa in Gipfelfallinie durchsteigen und nicht, wie im Alpenvereinsführer Glockner- und Granatspitzgruppe beschrieben, umgehen.

Johannisberg Nordostwand 01Stützpunkt: Oberwalderhütte, 2973 Meter, auf dem Großen Burgstall zwischen Wasserfallwin­kel und Oberstem Pasterzen­boden. Etwa zwei Stunden vom Parkplatz an der Franz-Josefs-Höhe.

Zugang: Durch das Gletscherbecken des Obersten Pasterzenbodens flach und ohne Schwierig­keiten (einzelne Spalten) in etwa zwei Stunden bis unter den kleinen Hängegletscher.

Johannisberg Nordostwand karteDie Route: Über große Quer­klüfte und durch die Séracs des Hängegletschers mit je nach Verhältnissen unterschiedlichen Schwierigkeiten etwa in Gipfel­fallinie bis unter den Schrund der Gipfelwand (teilweise bis zu 70° steile Eisstufen). Etwa fünf Seil­längen durch die Schlußwand (45 bis 50°) direkt zum höchsten Punkt. Etwa zwei Stunden bei günstigen Verhältnissen.

Abstieg: Ohne besondere  Schwierigkeiten über den wenig ausgeprägten Südostgrat hinab und fast eben, zuletzt etwas an­steigend,  zurück zur Oberwalderhütte.

Führer und Karten: Alpenvereinsführer Glockner- und Gra­natspitzgruppe von Hubert Peter­ka und Willi End (Bergverlag; Rudolf Rother, München). Alpen­vereinskarte Großglocknergrup­pe, Maßstab 1:25000.

Johannisberg Nordwand