Schnapfenspitze 3221 m – Skitour – Silvretta

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Für den Skitourenfahrer ist die Silvretta längst zu einem Qualitätsbegriff geworden. Diese Ge­birgsgruppe grenzt nördlich an die Verwallgruppe und im Süden an das Unter- bzw. Oberengadin. Die Nachbarn im Osten und We­sten sind Samnaun über dem Inntal und Prättigau vor dem Rheintal.

Vor allem das Skigebiet um die Jamtalhütte zählt zu den groß­artigsten dieses an Skitouren so reichen Gebietes. Es verwundert deshalb nicht, daß sich die Hütte eines regen Besuches erfreut und die Berge ringsum von der Dreiländerspitze bis zum Augstenberg auch nicht gerade ein­same Skitouren aufweisen. Wer sich jedoch beim Hüttenwirt, Franz Lorenz, angemeldet hat und als Ziel die Schnapfen­spitze wählt, wird in der schö­nen Hütte gut untergebracht sein und eine Skitour erleben, die an Einsamkeit und Großar­tigkeit ihresgleichen sucht. Auf der AV-Karte fehlt die rote Linie zu diesem Klasse-Skiberg und wird wohl deshalb so wenig be­sucht.

Voraussetzung für diese Tour sind allerdings sichere Firnver­hältnisseThe Schnapfenspitze sowie gutes skitouristi­sches Können. Außerdem ist zu empfehlen, Harsch- und Steig­eisen mitzunehmen.

Talort und Zufahrt: Galtür (1584 m) im Paznauntal und oberste Gemeinde desselben. Zufahrt von der Autobahn Garmisch über den Fernpaß nach Land­eck. Hier nach rechts in Rich­tung St. Anton am Arlberg und nach etwa 6 Kilometer links ins Paznauntal abbiegen, noch 36 Kilometer bis Galtür.

Ausgangspunkt: Ortsmitte von Galtür.

Aufstieg zur Hütte: Von der Orts­mitte am Gasthof Rößle vorbei nach Süden über die Brücke und links am Jambach entlang auf meist guter Spur talein. An der Schnapfen- und Scheiben­alm vorbei wechselt man auf der Höhe 2005 m auf die rechte Seite des Jambachs, an diesem noch ein Stück entlang, dann im weiten Linksbogen zur Hütte empor. Zeit: 3 bis 4 Stunden.

Aufstieg zum, Gipfel: Von der Hütte in östlicher Richtung ins Breite Wasser bis zum Punkt 2344 m. Bis hier ist es der glei­che Weg wie zum Kronenjoch, einem Übergang zur Heidelber­ger Hütte. Nun wendet man sich nach links, steigt in nördlicher Richtung etwas steiler werdend nach oben. Vor deren Ende ver­läßt man die Rinne nach links und wechselt auf den Schnee­rücken, der von unten herauf­zieht. Auf diesem weiter zu einer großen abschüssigen Terrasse. Entweder diese zum Schluß sehr steil direkt auf den Gipfel oder etwas flacher nach links ausho­lend über die Schneide, die in westlicher Richtung vom höch­sten Punkt herunterzieht. Zeit: 3 bis 4 Stunden ab Hütte.

Schnapfenspitze - topoAbfahrt: Wie Aufstieg, man muß jedoch nicht in die steile Rinne zum Gletscherbecken hineinfah­ren, sondern kann auch auf dem Rücken rechts davon abfahren, wo der Schnee 1 bis 2 Stunden länger braucht, bis er richtig aufgefirnt ist.

Muß man nicht zur Jamtalhütte zurück, sondern zum Ausgangs­punkt nach Galtür, so bietet sich die Möglichkeit, nordwestlich ins Jamtal abzufahren, und dabei eine breite Rinne hinauf und dann nordöstlich wieder etwas flacher entlang der Hänge, die linker Hand von den Gamshör­nern zum Fluchthornferner her­unterziehen. Das Gletscherbec­ken einwärts und am Ende im großen Bogen nach links in ei­ner sich verjüngenden Rinne ist selbst im Frühjahr herrlicher Pulverschnee keine Seltenheit. Vom Gipfel nördlich flach ab­wärts bis zu einer kleinen Ein­sattelung links im Felskamm. Durch diese auf den Hinteren Schnapfenkuchel. Nun mittelsteil immer in nordwestlicher Rich­tung hinunter zu einem Boden direkt unter der Südlichen Fin­sterkarspitze. Weiter zu einer Steilstufe, in die man westlich einschwenkt und zur Jamfas­sung (1841 m) am Jambach ab­fährt. Vorsicht vor Lawinen im letzten Hang. Ab hier rechts den Jambach entlang zurück nach Galtür.

Karten, Führer: Walther Flaig / Egon Pracht: Silvretta Skiführer mit Skikarte; AV-Karte Nr. 26, 1:25 000 Silvrettagruppe mit Ski­routen; AVF Silvretta (W. Flaig) mit Übersichtskarte.

Beste Zeit: März bis April.

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