VORSICHT GLETSCHERSPALTEN – Anseilen und Gehen in Seilschaft

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Gletscherspalten ge­hören zu den oft unter­schätzten alpinen Gefahren. Wie man sich vor einem Spaltensturz schützt und welche Bergungsmethoden es gibt, erläutert Alfred Siegert in dieser drei­teiligen Serie.
Wer je mit Seil abgefahren ist, weiß, wie lästig das ist, wie sehr es den Abfahrtsge­nuß beeinträchtigt. Trotzdem gilt die Regel: »Grundsätzlich nur angeseilt einen Gletscher betreten«. Nur wirklich erfah­rene Alpinisten dürfen manch­mal davon abweichen. Aber wie viele sind schon »wirklich erfahren«? Jede dritte Glet­scherseilschaft ist falsch oder unzweckmäßig eingebunden — und 70 Prozent haben noch nie eine Spaltenbergung geübt. Für viele Gletschertouristen hat das Seil offenbar nur sym­bolischen Wert. Das heißt: Viele Leute, die auf Gletschern unterwegs sind, machen sich über ihre Sicherheit etwas vor. Vielleicht mag ihnen eine gut durchdachte Spurwahl noch gelingen. Bei einem Spalten­sturz sind jedoch viele mit ihrem Latein am Ende: Die Seilschaftsmitglieder können sich kaum gegenseitig helfen. Bestenfalls gelingt es gerade noch, den überraschend Stür­zenden zu halten — und dies auch nur, weil sich das Seil tief in den Schnee des Spaltenrandes einschneidet und den Sturz dadurch bremst. Was danach zu tun ist — und wie Sie sich auf eine solche Notlage vorberei­ten, lesen Sie in dieser Serie.

So sieht die richtige Seilschaft aus

  • Die Viererseilschaft hat sich auf dem Gletscher am besten bewährt.
  • Jeder trägt einen Komplett­anseilgurt oder eine Brustgurt-/ Sitzgurt-Kombination.
  • Jeder ist durch einen Schraubkarabiner unmittelbar mit dem Hauptseil verbunden (Anseilknoten: Achterknoten oder Sackstich).
  • Zwei Prusikschlingen ent­sprechender Länge wurden bereits vor dem Weggehen ins


Seil geknüpft und mit Anker­stich um die Schuhe gelegt. (Erst dann steigt man in die Bindung).

Normalerweise geht die Seil­schaft am leicht durchhängen­den Seil. Dies fordert von jedem Einzelnen große Kon­zentration, weil alle aufpassen sollten, daß ihr Seil nicht im Schnee schleift. Bei Spalten­gefahr hätte man sonst den Stürzenden nicht sofort auf »Zug«; es würde mehr Seil ungebremst ablaufen, der Fangstoß wäre dadurch größer. Aufgabe des Vordermannes ist es, auf gleichmäßiges Tempo zu achten. Beim Übergang vom steilen in flacheres Ge­lände sollte er zuerst noch langsamer gehen oder fahren, weil die Leute hinter ihm — die ja noch im Steilen sind — sonst nicht mitkommen.

Besondere Aufmerksamkeit verlangt auch das Gehen in Bögen und Spitzkehren:

  • Wenn die Seilschaft in engen Bögen fährt oder geht, werden sich die Teilnehmer (in der Hangfallinie) zu nahe kommen. Hier ist, besonders bei Spaltengefahr, verlängerter Seilabstand angezeigt.
  • Führen Sie das Seil auf der Innenseite der Bögen, sonst kann es von den Stahlkanten Ihrer Skier beschädigt werden.

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