Sonnjoch Skitour – in den Kitzbüheler Alpen

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Das Sonnenjoch mit seinen fast 2300  Metern Höhe Ist eigentlich einer der ganz zentralen Berge der Kitzbüheler Alpen; nicht, weil der Berg In ihrer Mitte liegt, sondern weil In ihm vier wichtige Kämme zusammenlaufen. Aber es Ist auch ein ziemlich abgelegener Berg.

Von Westen zieht der Grat Wiedersberger Horn—Galtenberg herüber, von Norden der Kamm Schatzberg—Lempersberg, von Nordostensonnjoch 00 schließt der etwas weniger schroffe Rücken über Markbachjoch, Feldalpenhorn und Breiteck zum Sonnenjoch an, und nach Süden entsendet die­ser Berg einen markanten Ver­bindungsgrat zu den Bergen um die Wilde Krimml.

Sowohl von der Alpbacher Seite durch den Lueger Graben als auch aus der Hinteren Wildschönau (Auffach) und aus dem Märzengrund von der Zillertaler Seite her kann das Sonnenjoch mit Ski bestiegen werden. Jeder dieser drei Anstiege ist land­schaftlich sehr schön und wenig bekannt; sie erfordern aber je­weils einen bemerkenswerten Talhatscher mit wenig Steigung als Anmarsch. Bei einem Anstieg von Osten bzw. Südosten aus dem Kelchsauer Langen Grund entfällt dieser Talmarsch jedoch fast ganz, da die Straße von Kelchsau in den einsamen Lan­gen Grund hinein nur bei sehr viel Schnee nicht befahren wer­den kann. Schneeketten sollte man jedoch vorsichtshalber im Kofferraum haben.

Charakter: Sehr versteckte, ein­same Hoch- und Spätwintertour, die jedoch nach starken Schnee­fällen unterbleiben sollte. Da es sich aber um ein recht schnee­sicheres Gebiet handelt und der Anstieg vorwiegend über Alm­wiesen verläuft, kann die Tour trotz Süd- und Südostexposition auch bei verhältnismäßig schlech­ter Schneelage gemacht Durch das Tal ging es hoch und runterwerden. Vor allem nach einer längeren Sonnenscheinperiode darf man unter Umständen bereits Anfang März mit gutem Firn rechnen. In den ostseitigen Steilmulden im Kammbereich ist stets Vorsicht geboten.

Anfahrt: Inntalautobahn (Anschlußstelle Wörgl-Ost), Hopfgarten, Kelchsau und Langer Grund.

Ausgangspunkt: Am Ende des meist geräumten Sträßchens durch den Langen Grund, etwa zehn Kilometer südlich von Kelchsau kurz vor der Erla-Hütte (Parkmöglichkeit meist nur für vier bis fünf Autos).

Aufstieg: Vom Parkplatz wandert man zunächst an der Erla-Hütte vorbei auf der verschneiten Alm­straße taleinwärts. Kurz vor eini­gen Almhütten am östlichen Tal-hang wechselt man auf die rech­te Talseite (Brücke), geht noch ein Stück am Bach entlang und beginnt dann den Aufstieg über einen schon längst sichtbaren, Maerzengrundzunächst noch steilen freien Wie­senhang, der sich aber bald zu­rücklegt. Der links (südlich) be­grenzende Graben kann dann problemlos überschritten und der jenseitige breite Rücken nach links schräg ansteigend umrundet werden. Nach einer guten Stun­de vom Ausgangspunkt ist die schöne alte Neubergalm erreicht,ein herrlich sonniges Maerzengrund 00Brotzeit­platzerl. Von der Alm quert man nun den Hang weiter leicht auf­steigend nach Westen bis zu einem latschengesäumten Gra­ben, der vom oberhalb eingebet­teten Kar herunterzieht. Bei viel Schnee wird der steile Hang rechter Hand (i. S. d. Aufstiegs) besser gemieden, und man be­nützt sicherer den Rücken jen­seits des Grabens. An der Karschwelle trifft man auf die See­feldalm. Nun wird über die teil­weise steilen Rücken und Mul­den, welche die südliche Karbe­grenzung bilden, die Spur gezo­gen. Nach starkem Wind oder Schneefall ist hier besondere Vorsicht geboten! Wenn der Kamm erreicht ist, verfolgt man ihn nach Norden bis zum Gipfel (2288 m).

Falls es die Schneeverhältnisse (fester Firn!) zulassen, kann von der Seefeldalm auch über den steilen Hang der rechten Karbe­grenzung zum Ostrücken des Sonnenjochs und über diesen zum östlich vorgelagerten Vor­gipfel aufgestiegen werden. Vor allem bei guter Firnlage ist diese zweite Möglichkeit eher zu emp­fehlen, auch wenn der Hauptgipfel dabei nicht bestiegen wird, da sich der Übergang über den teilweise felsigschroffen Verbin­dungsgrat kaum lohnt. Harscheisen sind in der Regel auf dieser Tour unentbehrlich.

Sonnjoch kitzbueheler Alpen tourenkarteHöhenunterschied: etwa 1080 Meter.

Aufstiegszeit: 3 1/2 Stunden.

Abfahrt: Sie folgt im wesentlichen der Aufstiegsspur.

Beste Zeit: Ende Januar bis En­de April.

Karten: Skikarte „Alpbach“ 1 : 50 000, Bergverlag Rudolf Ro­ther; Österreichische Karte 1 : 50 000, Blatt 120 (Wörgl).

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