Hinterer Brochkogel Nordwestwand – EISTOUR – Ötztaler Alpen

 
 

Der Hintere Brochkogel, 3635 Meter, steht unmittelbar west­lich der Wildspitze und zählt mit zu den höchsten Ötztaler Bergen. Seine Nordwestwand ist eine sehr formschöne Eisflanke, die entsprechend „hoch im Kurs“ steht. Wer die Petersenspitze-Nordwand „gemacht“ hat und danach die Brochkogel-Nordwestwand in seinem Tourenbuch verzeichnen kann, ist auch der noch et­was anspruchsvolleren Nord­wand der Wildspitze gewach­sen.

Talort:  Mittelberg im Pitztal, 1734 Meter. Nächstgelegene Bahnstation ist Imst.

Das Ziel: Hinterer Brochkogel NordwandZugang: Von Mittelberg Auf­fahrt mit der Pitztaler Glet­scherbahn zur Bergstation am Mittelbergferner (hier keine Übernachtungsmöglichkeit). Über den Gletscher in das 3166 Meter hohe Mittelbergjoch. Dort wird zum ersten Mal der Blick auf den Brochkogel frei. Man quert auf den östli­chen Taschachferner hinab und erreicht über ihn, am Fuß des Brochkogel-Nordgrats vorbei, den Einstieg der Nord-westwand. Er befindet sich et­was rechts der Fallinie des überhängenden Eissporns, der vom Westgrat herunter­zieht. Etwa 3 Stunden von der Bergstation.

Aufstieg: Über den Berg­schrund hinweg und in gera­der Linie zum Gipfel. 2 bis 3 Stunden.

Abstieg: Über den unschwie­rigen Südostgrat zurück auf den Taschachferner und zur Bergstation der Pitztaler Glet­scherbahn. Oder, wie bei Tou­rentip Wildspitze-Nordwand beschrieben, über den spal­tenreichen Taschachferner zum Taschachhaus und von dort in 2 Stunden nach Mittel­berg zurück.

Charakter, Schwierigkeiten und beste Jahreszeit: Form­schöne Eiswand in hochalpi­ner Umgebung. Wandhöhe 250 Meter, 50 bis 55 Grad steil. Versierte Eisgeher kön­nen die Petersenspitze-Nord­und die Brochkogel-Nord­westwand ohne weiteres in ei­nem Zug durchsteigen; Kondi­tionsasse hängen auch noch die Nordwand der Wildspitze an. Beste Jahreszeit ab Mai bis Ende Juni, während des Hochsommers meist Blankeis.

Thomas in der Nordwand

Hinterer Brochkogel Nordwestwand topo