Zwieselbacher Roßkogel – Skitour – Stubaier Alpen

 
 

Der Zwieselbacher Roßkogel, 3060 Meter, gehört zu den be­liebtesten und dementsprechend häufig bestiegenen Skitourengip­feln in den Ostalpen. Trotzdem ist dieser Berg anspruchsvoll, er sollte keinesfalls unterschätzt werden. Absolut lawinensicherer Schnee ist Voraussetzung für diese Tour.

Talort: Haggen im Sellraintal, 1647 Meter.

am Zwieselbacher RosskogelAufstieg: Den Kraspesbach folgend über freie Wiesen und zwischen vereinzelten Bäu­men durch in südwestlicher Rich­tung aufwärts. Die erste Steilstufe (»Zwing«) wird üblicherweise links (östlich) umgangen, bei gün­stigen Verhältnissen läßt sie sich auch auf dem westlich verlaufen­den Sommerweg ersteigen. Durch die große Mulde westlich unter­halb des Rotkogels in südlicher Richtung talein. Dann rechts um den Muggenbichl herum und öst­lich durch eine immer steiler wer­dende Mulde hinauf. Von ihrem oberen Ende in südwestlicher Richtung weiter, durch eine enge Scharte und flacher unter der Wilden Needer auf den Kraspesferner. Über den spaltenarmen Gletscher unter den Weitkarspitzen bis kurz vor den Gipfel. Hier Skidepot. Zu Fuß zum höchsten Punkt. Etwa 4 bis 5 Stunden von Haggen.

Charakter, Schwierigkeiten und beste Jahreszeit: Rassige, anspruchsvolle und absolut lawi­nensichere Verhältnisse fordernde Skihochtour, die trotz steigender Beliebtheit keinesfalls unterschätzt werden darf. Aufstieg und Abfahrt stellenweise sehr steil. Bei hartem Schnee Harscheisen erfor­derlich. Günstig in der Regel von Mitte/Ende März bis Mitte Mai.

Zwieselbacher Rosskogel - Skitour - Stubaier Alpen - TopoFühre und Karte: AV-Karte (Sellrain). Dieter Seibert (Bergverlag Rudolf  Rother, München); Alpenvereinskarte Stubaier Alpen, Blatt Sellrain  (mit Skirouten), Maßstab 1 :25 000.

Lawinengefahr: mittel (auf dem Normalweg). Das Kraspestal ist nach Neuschnee und Erwärmung lawinenbedroht, außerdem sind die Steilstufen kritisch zu beurteilen. Hohes Gefahrenpotential auf den erwähnten Varianten.

Exposition: vorwiegend Nord, teilweise West.

Aufstiegszeit: 4 Stunden

Tourdaten: 1450 Höhenmeter; Distanz: 7,5 km

Beste Jahreszeit: Januar bis Ende April