Hasenöhrl 3256 m – Blaue Schneid 2915 m – Ortler Alpen – Schneeschuhtour

 
 

Ein Berg, der eigentlich viel zu hoch ist, um im Winter zu ihm aufzubrechen. Bekannt geworden und zu einem Namen gebracht, hat er es außerdem mehr als Skiberg und weniger als Wandergipfel. Hasenoehrl

Und trotzdem, wenn der Winter nicht allzu massiv hereingebrochen ist, kann man erstaunlicherweise dem Hasenöhrl noch sehr lange und auch sehr weit hinauf auf sein eisiges Haupt steigen. Aber auch die zahllosen Vor- und Nebengipfel sind sehr lohnende und auch ausreichend anstrengende Ziele mit gewaltiger Aussicht in den sonnigen Vintschgau.

Von Meran oder Lana ins Ultental. Zwischen St. Walburg und St. Nikolaus zweigt nach rechts die schmale Bergstraße zur Kuppelwieser Alm (1808 m) ab. Die Strasse führt zwar weiter bis zur Staumauer, für das Fahrzeug aber ist hier Endstation. Auf der Fahrstraße oder auf schmalem Steig nach Westen hinauf zum Arzker Stausee. Rechts am Ufer vorbei in zunehmender Steigung durch ein Tal in den Kessel zwischen Hasenöhrl und Blauer Schneid. Über Geröll auf die Blaue Schneid. Von hier zweigt nach Süden der Gipfelkamm zum Hasenöhrl ab. Über Felsabsätze und zum Schluß auf dem Gletscher zum Gipfel. Reizvoll ist der Abstieg über den Kamm der Blauen Schneid nach Osten, westlich um die Hohe Marchegg herum und über einen breiten Sattel wieder nach Süden hinab auf die Werksstraße unter dem Stausee.

Zeit: 3 Stunden bis Blaue Schneid; 4 1/2 Std. bis zum Hasenöhrl.

Führer: Michael Schnelle: Südtirol I, Bergverlag Rudolf Rother, München.

Karte: Tabacco, 1:25 000, Blatt 04