Die Handeggwände am Grimselpaß + Topo – klettern

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Heute erzählen viele Kletterer ganz begeistert von den Reibungsklettereien im Yosemite — speziell am berühmten Glacier Point Apron. Eine bezüglich der Klettermöglichkeiten dem Apron sehr ähnliche Fels-formation wurde 1978 und ’79 im Haslital entdeckt; vermutlich deshalb erst jetzt, weil das Haslital bisher vor allem als Ausgangspunkt für alpine Touren im Lauteraar-gebiet oder für Bergtouren in den Gelmerhörnern bekannt war. Mit ein Grund könnte aber auch ein gewisser Wandel in der Kletter- und Bergsteigerbewegung sein.

Galt anfangs der Gipfel, später der möglichst direkte Weg zum Gipfel als Ziel, so tritt nun das eigentliche Kletter­erlebnis, auch ohne Gipfelsieg, immer stärker in den Vordergrund. Heute läßt sich unschwer eine Tendenz zu schwierigstem Klettern mit hervorragenden Sicherungen ausmachen. Der Fels sollte fest und „sturzfreundlich“ sein und möglichst viele Probleme bergen, die höchstens ganz entfernt daran erinnern, ohne Hilfsmittel gelöst werden zu können. Jede neue Tendenz verursacht Pro- und Kontra-Diskussionen, vermittelt aber auch neue Erkenntnisse. Vielleicht sind durch die Suche nach einem Klettergebiet. das all dies bieten kann, die Handeggwände aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt worden.

Wenn man von Guttannen in Richtung Grimselpaß fährt, sieht man in Höhe des Kraftwerks Handegg am Osthang des Tales drei etwa 350 Meter hohe Granit­wände. Die Plattenschüsse sind im obe­ren Drittel stark mit Legföhren bewach­sen, in ihrem unteren Teil aber sauber und von einer imposanten Geschlossen­heit. Diese von der Paßstraße nur 20 Mi­nuten entfernten Gletscherschliffplatten bieten in den ersten 250 Höhenmetern ausgezeichnete Klettermöglichkeiten in solidem, flechtenlosem und nach Regen sehr rasch trockenem Fels. Etwas getrübt wird die ganze Euphorie einzig durch die recht schlecht ins ganze Landschaftsbild passenden Kraftwerksinstallationen und den oft störenden Verkehrslärm der na­hen Paßstraße.

Manche Bewerber um die bis vor kurzem noch jungfräulichen Platten ließen sich durch deren geradezu fühlsame Ge­schlossenheit vertreiben, andere wieder­um schreckte das mühevolle Anbringen der Sicherungen von einem Versuch ab. Der Grimselgranit ist sehr quarzhaltig, und so bedeutet eine Stunde pro Anbrin­gen eines Bohrhakens keine Seltenheit. Mit Abstand am besten hat sich für diese harte Arbeit das ,,Mammut“-Bohrzeug bewährt. Die Erschließer wurden auf manch harte Probe gestellt — um so er­freulicher ist es für die Wiederholer, in fast allen Routen zwei gebohrte Stand­haken, oftmals gebohrte Zwischensicherungen und hervorragend präparierte Ab­seilpisten vorzufinden.

Die erste Route wurde 1978, alle weite­ren erst 1979 eröffnet. Die meisten sind durch die Schweizer Ernst Balsiger, Hans Howald und Beat Streich zusammen mit der Deutschen Christel Feederle erst­begangen worden. Das größte Problem war stets die Schwierigkeit, Bohrhaken anbringen zu können; so wurde der „Boulder Highway“ beispielsweise mit nur wenigen Bohrhaken, aber zahlreichen Cliffs und Copperheads erstbegangen. Abseilenderweise brachte man später noch viele weitere Bohrhaken an, so daß diese Kletterei heute als perfekt abge­sichert gelten kann. Am „Zufallsweg“ so­wie am „Siebenschläfer“ reinigte man beim Abseilen zuerst die Risse und brachte einige Sicherungen an; dadurch befinden sich die Sicherungen in diesen beiden Routen dort, wo sie nötig sind, und nicht nur dort, wo man sie bequem anbringen konnte. Nicht zuletzt tragen die Erstbegeher ja auch eine zumindest moralische Verantwortung dafür, daß Wiederholer einer Route nicht schon grundsätzlich potentiell gefährdet sind. Aus ähnlichen Überlegungen wurden in manchen Routen auch einzelne zur Siche­rung notwendige Haken entfernt. Dies verpflichtet die Wiederholer zur Mitnahme von Hammer und Haken. Solange eine Route nicht ganz ohne Haken begangen werden kann, liegt die Mitnahme eines Hammers im Interesse der Sicherheit. Die Erstbegeher verwendeten zwar kein Magnesia, doch markiert heute oft eine weiße Spur den Routenverlauf. Gelegent­liches Alpennordseitenwetter hat aber bislang stets wieder den Urzustand her­gestellt, und die ganze Sache ist dadurch bis heute nie zu einem größeren Problem geworden.

Die Routen können mit Hilfe der Skizzen sowie der technischen Kurzangaben ohne weiteres angegangen werden. Für einige Routen wurden keine Skizzen an­gefertigt, da der Routenverlauf an Hand des Übersichtsfotos eindeutig ausge­macht werden kann.

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