Similaun – Ötztaler Alpen – Wandertour

 
 

Der stolze Similaun, 3606 Meter, gehört zum Hauptkamm der Ötz­taler Alpen. Seine Nordwand steht bei guten Eisgehern hoch im Kurs. Aber der Similaun ist auch ein Gip­fel für Bergwanderer — vorausge­setzt, sie verfügen über Gletscher­erfahrung oder vertrauen sich der Führung eines routinierten Hoch­touristen an. Technische Schwie­rigkeiten treten bei der nachfol­gend beschriebenen Überschrei­tung nirgendwo auf. Zu beachten ist jedoch die große Gipfelhöhe. Entsprechende Kleidung und Aus­rüstung (Brust-/Sitzgurt, Seil, Pic­kel, Steigeisen) ist notwendig.

Talort: Vent, 1894 Meter, von Sölden (Ötztal) über Zwieselstein mit Kfz. zu erreichen.

Panorama with SimilaunStützpunkt: Martin-Busch-Hüt­te, 2470 Meter, von Vent durch das Niedertal etwa 2 1/2 bis 3 Stunden.

Aufstieg: Von der Hütte kurz südwestlich gegen den Niederjochferner, dann aber auf Steig öst­lich ab, um die Ausläufer des Mar­zellkammes herum und von Osten her auf seine Höhe. Nun in ab­wechslungsreichem, nur mäßig steilen Anstieg über Blockwerk zum höchsten Punkt des Kammes (3149 Meter) und in südlicher Richtung auf den flachen Niederjochferner hinunter. In gleicher Richtung über den spaltenarmen Gletscher an den Gipfelaufbau des Similaun. Hier über den Berg­schrund und einen Firnhang, zu­letzt auf schmaler Schneegratschneide zum Gipfelkreuz. Etwa 3 1/2 bis 4 Stunden.

Similaun topoAbstieg: Über den Gipfelaufbau zurück und westlich über die fla­chen Hänge des Niederjochfer­ners zur Similaunhütte, 3019 Me­ter (italienisches Gebiet), hinun­ter. Von dort der Spur folgend über den westlichen Teil des Nie­derjochferners nach Norden ab­wärts (vereinzelt Spalten) und auf  den zur Martin-Busch-Hütte füh­renden Steig. Etwa 2  1/2 Stunden vom Gipfel.

Charakter, Schwierigkeiten und beste Jahreszeit: Überaus schöne, unschwierige Hochtour, jedoch nur bei sicherem Wetter problemlos (weite, wenn auch spaltenarme Gletscherfelder).  Günstig Mitte/Ende Juli bis Mitte September. Im Spätsommer kann Blankeis am Gipfelgrat erhöhte Vorsicht verlangen.

Führer und Karte: Alpenver­einsführer Ötztaler Alpen von Heinrich Klier. Alpenvereinskarte Ötztaler Alpen, Blatt Gurgl, Maßstab 1 : 25000.