Riestfeuchthorn – WANDERN Chiemgauer Alpen

 
 

Man muß die landschaftliche Schönheit und Vielfalt der Chiemgauer Alpen nicht ei­gens preisen. Da würde nur Bekanntes nachdrücklich un­terstrichen werden. Auch das Riestfeuchthorn, 1569 Meter, sollte demnach eine lohnende Sache sein – und ist es auch. Der verhältnismäßig niedrige und im Vergleich zum benach­barten Sonntagshorn und der Staufengruppe auch wenig bekannte Berg bietet einen sehr schönen Anstiegsweg von Schneizlreuth aus, und eine überraschend weitrei­chende Gipfelschau zu den nahen Berchtesgadener Al­pen und den Loferer Steinber­gen – bis in die Zentralalpen, in die Hohen Tauern.

RistfeuchthornTalort: Schneizlreuth, 516 Meter, an der Deutschen Alpenstraße zwischen Inzell und Berchtesgaden gelegen. Nächste Bahnstation: Bad Rei­chenhall.

Aufstieg: Unmittelbar hinter dem Gasthof Postwirt steigt man auf anfangs sehr steilem Weg (am Pumpwerk vorbei) immer in nördlicher Richtung bis zu einem kleinen Tälchen auf. In diesem, fortwährend an der orographisch rechten Sei­te, bis zu einer freien Almwie­se mit Hütte. Hier wird das Gelände flacher. Nun in einer guten halben Stunde mäßig steil zum Gipfelkreuz des Riestfeuchthorn. 3 bis 4 Stun­den vom Postwirt.

Riestfeuchthorn topoAbstieg: Da die meisten Stei­ge auf das Riestfeuchthorn weitgehend verfallen und obendrein sehr rutschig sind, steigt man am besten wieder auf der Anstiegsroute ab.

Charakter, Schwierigkeiten und beste Jahreszeit: Groß­zügige, einfache Bergwande­rung in prächtiger Umgebung. Sicherlich eine der stilleren unter den beliebten Touren in den Chiemgauer Alpen. Etwas Ausdauer erforderlich. Ab Mai begehbar, jedoch auch noch im Spätherbst sehr lohnend. Während des Hochsommers meist recht heiß.

Führer und Karten: Alpenvereinsführer Chiemgauer Alpen von Marianne und Helmuth Zebhauser (Bergverlag Rudolf Rother, München). Topogra­phische Karte des Bayeri­schen Landesvermessungs­amts, Blatt 8342 (Bad Rei­chenhall), Maßstab 1:50 000; Karte Berchtesgadener Alpen, Maßstab 1:50 000, ebenfalls Bayerisches Landesvermes­sungsamt.