SULZFLUH 2818 m Südwestwand – CKC-Route – Rätikon

 
 

Die Südwestwand der Sulzfluh. genauer des Westgipfels der Sulzfluh. ist die vielleicht schönste Steilwand des Gebietes. Sechs Routen führen durch sie, einige davon zählen zu den schönsten Rätikon-Anstiegen. Etwas im Schatten der »Modetouren-. und das zu Unrecht. steht die » CKC-Route», die durch den abweisenden mittleren Wandteil direkt auf den Westgipfel emporführt. 1971 wurde sie von Thöni Lampert und Gubi Luck, zwei Bergführern vom Churer Kletterduo eröffnet anfangs nur ganz wenig wiederholt, ist sie heute eine der schönsten Anstiege an der Sulzfluh. Allerdings erst, wenn man die beiden sehr brüchigen Einstiegs­seillängen hinter sich hat. Vor allem die zweite Seillange kann ohne Bedenken als gefährlich bezeichnet werden. Danach jedoch wartet bester plattiker Kalk. Teilweise sind die Zwischenhaken aber von be­denklicher Qualität, aus diesem Grunde sind bisher auch »Rotpunkt­ambitionen« spätestens in der vierten Seillänge gescheuert- Bel ordent­licher Einnagelung wäre die »CKC-Route« jedoch mit Sicherheit frei kletterbar, ein Problem für die Zukunft?

Stützpunkt: Garschinahütte des SAC, in 1 Stunde vom Berggasthaus Sulzfluh, hierher mit Pkw von St. Antönien (am Schluß sehr schlechter Karrenweg).

Zugang: Von der Hütte etwa 100 Meter nach Westen, dann auf Steig­spuren über einen Gras- und Schrofenrücken hinauf und nach rechts im Zick-Zack über steiles Geröll empor zum Fuß des Schrofenvorbaues. Rechtshaltend auf diesen hinauf (I und II) und waagrecht etwa 30 Meter nach rechts und über brüchige Stufen rechts empor auf einen Absatz und schräg links zu Standhaken (III).

Führe: VI —/A1, meist V und V +, teilweise auch schon frei geklettert, siehe Detailbeschreibung. Zwei Seillängen sehr brüchig, dann bester, plattiger Kalk, teilweise schlechte Zwischenhaken, Klemmkeile zur zusätzlichen Absicherung empfehlenswert. Wandhöhe 300 Meter, Zeit: 3 bis 4 Stunden.

1. SL: Erst gerade empor, dann nach rechts in eine Verschneidung, durch diese hinauf zu Stand an großem Block (40 m, V und V +, 3 H, sehr brüchig). 2 SL: Rechts durch brüchige Steilrinne empor, oben rechts heraus und zu gutem Stand (25 m, V/A1 bzw. VI +, viele H). 3. SL: Nach rechts zu H-Riß, den H folgend in Dülferverschneidung, in dieser zu Schlingenstand mit BH (30 m, A i, dann V + und VI —, 12 H). 4. SL: Links über Platte empor, Linksquergang an H und durch kurzen Riß, dann links heraus zu gutem Stand (35 m, V +/A1 bzw. Stellen VI +, ca. 10 H). 5. SL: Durch schönen Schulterriß und die folgende Verschneidung zu Stand auf Absatz (45 m, V +/AO bzw. VI +, viele H, Zwischenstand möglich). 6. SL: An H-Riß schräg rechts ansteigende Querung zu Riß, durch diesen zu kleinem Stand (40 m, VI —/A0, ca. 12 H). 7. SL: Durch Doppelriß, dann über leichtere Platten, oben rechtshaltend zum Gipfel­grat (45 m, V +, dann IV und Ill, 2 H).

Abstieg: Zuerst über den Westgrat hinab, dann nach Nordwesten hinab und durch eine Schlucht, teils rechts von ihr absteigen, schließlich durch eine nach Südwesten hinabziehende Schlucht zurück zum Wandfuß (evtl. abseilen), I und II, viele Steinmänner, 1 Stunde vom Gipfel zum Wandfuß.