Gemsspitze – Silvretta – TOURENTIPP SKITOUR

 
 

Die Gemsspitze, 3114 Meter, gehört zu den einfacheren und raschen Skitourenzielen im Bereich der Jamtalhütte. Wir bringen diesen Berg hier als Ergänzung zu den in Heft 12/84 vorgestellten Silvretta Skitouren. Die Gemsspitze er­hebt sich im Grenzkamm zwi­schen Jamspitzen (westlich) und Chalausköpfen (östlich). Sie ist nur wenig niedriger als die bekannteren Jamspitzen, von der Abfahrt her aber inter­essanter.

Talort:  Galtür, 1 584 Meter, im Paznauntal.

Stützpunkt: Jamtalhütte, 2165 Meter. Dieser hervorra­gend geführte Stützpunkt ist häufig sehr stark besucht. Es muß daher mit Übernachtung auf Notlagern gerechnet wer­den. Auch für kleinere Grup­pen empfiehlt sich Voranmel­dung: (nur registrierte User sehen den Link, login oder registriere dich) Zugang durch das mit­unter lawinenbedrohte Jamtal in 3 bis 4 Stunden.

Aufstieg. Von der Hütte fährt man kurz nach Süden ab und beginnt in gleicher Richtung mit dem Aufstieg gegen den Jamtalferner. Der Gletscher wird nordwestlich unter dem Rußkopf betreten. Man folgt zunächst der Spur ins Dam­joch, verläßt diese aber bei etwa 2700 Metern Höhe und wendet sich gegen den steile­ren, östlichen Zweig des Jam­talferners. Den recht steilen ersten Hang überwindet man nahe der Felsen von Punkt 2940 (AV-Karte), dann steigt man über weite, schöne Glet­scherhänge (Vorsicht auf Spalten!) in ziemlich genau südlicher Richtung gegen den Grenzgrat hinauf. Skidepot zwischen Punkt 3067 (AV-Kar­te) und Gemsspitze-Gipfelauf­bau. Über einen Schneehang zu einer nach links aufwärts­ziehenden Rinne. Durch diese auf den luftigen Gipfelgrat und rechts zum höchsten Punkt. Etwa 3 Stunden von der Hütte.

Abfahrt: Im wesentlichen auf der Anstiegsroute. Bei siche­rem Schnee ist es nicht not­wendig, den Rußkopf in wei­tem Westbogen zu umfahren, sondern man kann über einen schönen, steilen Hang west­lich des Ombrometers auf den untersten Jamtalferner hinun­terfahren.

Charakter, Schwierigkeiten und beste Jahreszeit: Bei guten Verhältnissen nicht all­zu schwierige, aber teilweise rassige Skitour, die allerdings vollkommen lawinensicheren Schnee verlangt. Am Gipfel­grat sind unbedingt Trittsi­cherheit und zudem Schwin­delfreiheit notwendig. Wie die meisten anderen Silvretta Skitouren ist auch die Gems-spitze eher für das Frühjahr (März bis Mai) geeignet.

Führer und Karte: Silvretta Skiführer von Walther Flaig und Egon Pracht (Bergverlag Rudolf Rother, München). Al­penvereinskarte Silvrettagruppe mit Skirouten, Maß­stab 1:25 000; Karte Skitou­rengebiet Jamtalhütte, Maß­stab 1:25 000, herausgege­ben von Bildkartographie Winkler, Innsbruck.

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