Böshorn über dem Simplonpaß – Skitour

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Während der Monte Leone auf der Ostseite des Simplonpaßes als anspruchsvolles Skitourenziel all­gemein bekannt ist, zählt sein Gegenstück auf der Westseite, das Böshorn, 3267 Meter (auch Rauthorn genannt), zu den »heißen« Geheimtips. Es steht genau nörd­lich des Fletschhorns. Vom Simp­lonpaß aus gesehen sieht die Nordflanke dieses stolzen Gipfels sehr abweisend und für Skibesteigungen eigentlich unmöglich aus. Aber gerade durch diese Flanke führt der Anstieg. Das Böshorn stellt sowohl von seinem Aufbau und seiner Lage her, als auch im Hinblick auf das, was Aufstieg und Abfahrt bieten, ein anspruchsvol­les und interessantes Ziel für eine Skihochtour dar. Der Blick vom Gipfel, in unmittelbarer Nähe der gewaltigen Fletschhorn-Nord­wand, ist beeindruckend. Die Tour läßt sich bequem an einem Tag vom Tal aus machen.

Talort und Ausgangspunkt: Von Brig im Rhonetal (Wallis) auf gut ausgebauter, im Winter stets sehr gut geräumter Paßstraße in einer halben Stunde zur Simplon-Paßhöhe, 2040 Meter. Von hier eindrucksvoller Blick auf das Böshorn. Durch die genau einzusehen­de Nordflanke führt der Aufstieg. Man fährt mit dem Auto von der Paßhöhe noch etwa drei bis vier Kilometer auf der Paßstraße nach Süden weiter und stellt das Fahrzeug in der Nähe von Niederalp, 1820 Meter).

Aufstieg: Von Niederalp leitet eine vielbegangene Skiroute zum Sirvoltensattel, 2621 Meter. Man folgt dieser Route, die bei gutem Wetter meist gespurt bis zu den Sirvoltenseen, etwa 2400 Meter, 2 Stunden. Nun über die steile Flanke im Süden der Seen zuerst gerade hinauf, bis man nach rechts auf eine Gratschulter hin­ausqueren kann (im ersten Teil des Aufstiegs nicht in der Fallinie des Hängegletschers gehen!). Von die­ser Gratschulter (etwa 2850 Meter 1 1/2 Stunden) über einen kurzen, steilen Hang empor, bis man nach links (oberhalb des Hängegletschers) und über flache­re Hänge, die zuletzt steiler werden, bis zum Fuß des Böshorn-Ostgrates hinüberqueren kann, den man bei etwa 3100 Metern Höhe erreicht, eine Stunde. Von hier über den scharfen, schönen, festen Felsgrat (eine Stelle II) in ei­ner halben Stunde zum Gipfel. Ge­samtzeit 5 Stunden. — Man kann auch auf der Sirvoltenroute bis zum Sirvoltensattel aufsteigen und dann dem zum Böshorn führenden Grat bis zur erwähnten Gratschul­ter folgen, wobei man zwischen­durch auf die Westseite ausweicht.

Abfahrt: In der Regel entlang der Aufstiegsspur. In diesem Fall blei­ben die Ski am Fuß des Gipfelgra­tes zurück. 1400 Abfahrtshöhen­meter.

Charakter, Schwierigkeiten und beste Jahreszeit: Die Ab­fahrt ist hochalpin, verlangt aber bei guten Verhältnissen kein besonderes Können. Sehr interessante Tour mit Seltenheitswert. Sichere Verhältnisse sind unab­dingbar. Steigfelle und Seil (einige Spalten, Gratkletterei) erforder­lich. Tagestour, vom Tal aus zu machen. Beste Zeit April bis Juni.

Weitere Hinweise: Es ist mög­lich, vom Böshorn-Gipfel etwas nach Süden abzusteigen, um dann genau westlich und westlich von Punkt 2781 nach Norden ins Nanztal abzufahren (oder auch Übergang nach Visperterminen).

Karten: Landeskarte der Schweiz 1:50000, Blatt 274, Visp; noch besser Blatt 1309, Simplon (Maß­stab 1 :25 000).

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