Selbst- und Partnerrettung – Hilfe am Fels

 
 

klemmt am verlässlichsten – und hält enorm viel. Falls wir zu wenig Reepschnüre haben, läßt sich auch der Bandschlingen-Klemmknoten gut ein­setzen. Wichtig ist, dass die Sackstich­schlaufe möglichst klein ist und direkt über die Vernähung der Schlinge ge­knüpft wird und dass die Schlingen von unten nach oben gewickelt werden. Je nach Durchmesser des Seiles ver­wenden wir zwei oder drei Wicklungen.

GERÄTE FÜR HILFSAKTIONEN

Tibloc, Ropeman, Jümar, Guide, Rever­so, Grigri, Minitraxion – all diese Ge­räte haben eine Klemmwirkung und können uns bei Hilfsaktionen wertvolle Dienste und Erleichterungen bieten.

TIBLOC: Als extrem leichtes Gerät wurde bis vor kurzem der Tibloc gern und universell eingesetzt. Die Erfah­rungen der letzten Jahre hat gezeigt, dass das Gerät leider ernst zu neh­mende Schwachstellen hat, wenn es nicht absolut richtig eingesetzt wird. Wer einmal wirklich versucht hat, den Tibloc als Aufstiegshilfe am Seil einzu­setzen, wird uns recht geben – dies ist nur bei idealer Belastung möglich und es ist unbedingt davon abzuraten, den Tibloc anstelle der oberen Prusik­schlinge zu verwenden, die das Körper­gewicht hält! Hier hat sich immer wie­der gezeigt, dass der Tibloc unkontrolliert nachrutscht und neben dem Schreck für den Betroffenen auch das Seil beschädigt. Der Tibloc kann richtige Schlitzspuren im Seil hinterlas­sen. Das gleiche passiert, wenn der Ti-bloc in Flaschenzügen eingesetzt wird. Als unterer Prusikersatz – weil man ohne Kraftaufwand die Trittschlinge hochschieben und dann gleichmäßig belasten kann – ist der Tibloc gut ein­setzbar.

Wichtig: die optimale Klemmwir­kung erreicht der Tibloc nur, wenn da­rin ein symmetrischer Karabinerschen­kel (z.B. ein HMS-Karabiner) darin fixiert wird. Außerdem muss darauf geachtet werden, dass bei dieser klas­ sischen Anwendnung des Tibloc das Seil NICHT vom Karabiner umschlos­sen wird.

ROPEMAN: Ein ausgesprochen gutes und aufgrund der fehlenden Zähne ein sehr seilschonendes Klemmgerät. Das Anbringen des „Ropeman“ am Seil ist zwar etwas umständlich, zahlt sich aber wirklich aus. Der kleine Zwerg ist zwar schwerer, als er aussieht, aber er ist ein ausgesprochen effektives Hilfs­mittel, das eigentlich an jeden Kletter­gurt gehört. Der „Ropeman“ ist extrem belastbar und rutscht trotzdem nicht durch. Er kann für jegliche Klemm­funktionen eingesetzt werden (außer an vereisten Seilen)

JUMAR: Wofür soll ich bloß einen Jümar mitnehmen, werden sich viel­leicht gerade „erfahrene“ Kletterer fra­gen. Wenn der Jümar wirklich zum Einsatz kommt, ist er einfach unschlag­bar. Tausende Meter Aufstieg an Fixsei­len haben uns das eindeutig bewiesen! Falls wir also wirklich damit rechnen müssen, mehr als 20-30 Meter an einem Seil aufsteigen zu müssen, hat sich die Mitnahme des Jümar schon gelohnt. Ideal geignet ist der Jümar aber auch, um einem schwachen Nachsteiger kräf­tig Unterstützung geben zu können. Der Griff des Jümars ermöglicht einen optimalen Krafteinsatz.

REVERSO GUIDE ETC. Sicherungs­und gleichzeitig Klemmgeräte, die das Seil selbständig blockieren. Ideales Gre­ät zum Sichern des Nachsteigers und zum schnellen Aufbau eines Express­flaschenzuges (wegen der großen Rei­bung nur für kurze Strecken geeignet) Ebenfalls gut geeignet als Blockiergerät, um selbst am Seil aufzusteigen.

GRIGRI: Die meisten Kletterern ken­nen das Grigri nur zum Sicherern des Vorsteigers. Es ist wirklich gut geeignet, um dem Nachsteiger wesentlich mehr „Zug“ geben zu können als vergleichs­weis mit einem „Reverso“. Gerade bei