Sonnblick Granatspitze – Skitour – Hohe Tauern

 
 

Die Granatspitzgruppe der Hohen Tauern, der Glockner­gruppe benachbart, ist bei Skitourengehern dank einiger sehr schöner und auch rassi­ger Ziele sehr beliebt. Zudem bietet das Alpinzentrum Ru­dolfshütte einen hervorragen­den Stützpunkt. (Bei Schlecht­wetter kann man im Hüttenbe­reich Piste fahren.) Zu den dankbarsten Skitouren gehö­ren der Stubacher Sonnblick, 3088 Meter, und die der Gruppe ihren Namen gebende Gra­natspitze, 3086 Meter. Beide Gipfel können problemlos als Tagestour bestiegen werden.

Talort: Uttendorf, 804 Meter.

Ausgangspunkt: Enzinger­boden, 1487 Meter. Von Ut­tendorf durch das Stubachtal auf 18 Kilometer langer, guter Bergstraße zu erreichen.

Stützpunkt: Alpinzentrum Ru­dolfshütte, 2315 Meter, ÖAV. Mit Seilbahn vom Enzingerbo­den aus zu erreichen. (Im GranatspitzeHüt­teninnern befindet sich eine 12 Meter hohe Kletterwand, die bei schlechtem Wetter eventuell aufkommende Lan­geweile rasch vergessen läßt; Ausrüstung kann gegen geringe Gebühr geliehen werden.)

Aufstieg: Von der Hütte zum Weißsee hinunter, oberhalb seines östlichen Ufers ent­lang und anschließend durch Mulden zu einem Absatz mit trigonometrischem Signal. Nun schräg nach links einen steilen Hang queren und auf die Abdachung des Sonn­blickkees-Eisbruches. Uber die weiten Gletscherhänge zur Granatscharte (Skidepot). Zu Fuß weiter über den teilwei­se plattigen Südgrat auf den Gipfel des Sonnblick. 21/2 Stun­den von der Hütte. (Bei guten Verhältnissen ist es auch möglich, mit Skiern in die Sonnblick-Ostflanke hineinzuqueren und über sie – zu Fuß – auf steilen Schneehängen den Gipfel zu erreichen.)

Übergang zur Granatspitze: Man quert von der Granatscharte die ebene Gletscher­fläche bis zum Ostgrat der Granatspitze. Über diesen mit anregender Blockkletterei (Stellen II) zum Granatspitz­gipfel. Bei Neuschnee oder Vereisung kann der Grat recht heikel sein. 1 Stunde vom Sonnblickgipfel.

Sonnblick Granatspitze - SkitourAbfahrt: Über die weite Glet­scherfläche bis zum Eisbruch. Man umfährt ihn rechts bis hinab zu den erwähnten Mul­den. Dann etwa entlang der Aufstiegsspur zum Weißsee. Zur Hütte 20 Minuten Gegenanstieg mit Fellen.

Charakter, Schwierigkeiten und beste Jahreszeit: Mit Besteigung der Granatspitze anspruchsvolle Skitour. Steti­ger Wechsel zwischen flachen Böden und Steilstufen. Am Granatspitze-Ostgrat alpine Erfahrung und Kletterge­wandtheit erforderlich. Pickel oft angenehm. Beste Zeit von Februar bis Ende Mai.

Führer und Karte: Alpen­vereinsskiführer Ostalpen, Band 2, von Dieter Seibert (Bergverlag Rudolf Rother, München). Alpenvereinskarte Granatspitzgruppe, Maßstab 1:25 000.