Piz Jenatsch – Skitour 3251 Meter

 
 

Von der nordwestseitigen Zufahrt auf den Albulapaß zweigt, halb­wegs zwischen Bergün und Albula-Hospiz, südlich das Val Mulix ab, welches einen prächtigen Zugang zu einem ebenso prächtigen Ski­berg ermöglicht: Der Piz Jenatsch, 3251 Meter, ist bei sicheren Ver­hältnissen keine sehr schwierige, jedoch lange und nicht allzu über­laufene Tour. Eine abwechslungs­reiche Abfahrt, bei der flache »Tempohänge« und kurze, steilere Passagen wechseln, lohnt die mehrstündige Aufstiegsmühe.

Talort: Bergün, 1367 Meter.

Ausgangspunkt: Naz, 1747 Me­ter, westlich von Preda am Albula­paß. Zufahrt meist über Julierpaß — Tiefencastel bzw. über Chur und Tiefencastel — Filisur und Bergün nötig, da der Albulapaß häufig bis Mitte Juni nicht befahrbar ist.

Aufstieg: Von Naz südwestlich in das Tal und zur Alp Mulix, 2001 Meter. Hier über die Brücke und am Bach entlang in den Talschluß. Mit Kehren über die links befindli­chen Hänge empor, dann nahezu eben in den Kessel unterhalb der Piramida. Südwestlich zu einem Steilhang und über ihn in ein flaches Gletscherbecken, das man, zuletzt wieder etwas steiler, über die Fuorcla Bever, 2949 Meter, und Punkt 299 I bis an den Gipfelaufbau des Piz Lavinér verfolgt. Leicht fal­lend unter dessen Südwestgrat zur Scharte (Punkt 3002) vor dem Piz Jenatsch. Hier Skidepot. Nun süd­lich über den schönen Firngrat zum Gipfel. 5 bis 6 Stunden von Naz.

Abstieg und Abfahrt: Wie Auf­stieg.

Charakter, Schwierigkeiten und beste Jahreszeit: Hervor­ragend schöne, bei guten Verhält­nissen eher leichte Skihochtour in einsamer Umgebung. Prächtiger Blick auf die Albulagipfel, darüber hinaus auf die Berninagruppe und die Bergeller Berge.

Beste Zeit: Anfang Mai bis Mitte Juni. Nur bei lawinensicherem Schnee unter­nehmen!

Karte: Schweizer Landeskarten Nr. 258 (Bergün) und 268 (Julier­paß) im Maßstab 1:50000, mit Skirouten.