Hochfürleg – Hohe Tauern – TOURENTIPP SKITOUR

 
 

Das Hochfürleg, 2947 Meter, steht – was Skitouren betrifft – zu Unrecht etwas im Schatten seiner berühmteren Nachbarn Sonnblick und Granatspitze. Dies mag in erster Linie daran liegen, daß der Berg nicht ganz die 3000-Meter-Marke erreicht. Aber dafür kann das Hochfürleg bis zum höchsten Punkt mit Skiern erstiegen werden, und die Abfahrt ist aufgrund ihrer direkteren Linie interessanter als jene von den beiden prominenten Nachbarn. Außerdem werden die Gletscherbrüche gemieden. In Klettererkreisen ist das Höchfürleg (auch Hochfilleck) durch die Tatsache, daß dort erstmals in den Hohen Tauern der sechste Schwierigkeits­grad geklettert wurde, be­kannt geworden. Derzeit gibt es fünf extreme Felsführen an der Südseite des Hochfürleg, die sich allesamt durch Super­fels auszeichnen.

Talort: Uttendorf, 804 Meter, im Mitterpinzgau.

Ausgangspunkt: Enzinger­

Sützpunkt: Alpinzentrum Rudolfshütte, 2315 Meter, ÖAV. Mit Seilbahn vom Enzingerbo­den aus zu erreichen.

Aufstieg: Von der Hütte zum Weißsee hinunter, oberhalb seines östlichen Ufers ent­lang und anschließend durch Mulden zu einem Absatz mit trigonometrischem Signal.  Nun über den Gletscher im­mer nach Norden bis kurz un­terhalb des Gipfels ansteigen. Von links her auf den höch­sten Punkt.- Besonders schö­ne Schau auf Granatspitze und Sonnblick sowie auf Eis­kögele („Kastengrat“), Johan­nisberg und Hohe Riffl. Etwa 2 1/2 Stunden von der Hütte.

Abfahrt: Man hält sich am be­sten in etwa entlang der Auf­stiegsspur; dabei sind mehr oder weniger steile Varianten möglich.

Charakter, Schwierigkeiten und beste Jahreszeit: Leich­te Skitour mit besonders schöner Abfahrt. Prächtiges Gipfelpanorama. Besonders empfehlenswert bei Früh­jahrsfirn, günstig jedoch schon ab Februar bis Anfang Mai.

Führer und Karte: Alpenver­einsskiführer Ostalpen, Band 2, von Dieter Seibert. Alpen­vereinskarte Granatspitzgrup­pe, Maßstab 1:25 000.