Gran Paradiso – Grajische Alpen – TOURENTIPP SKITOUR

 
 

Der Gran Paradiso, 4061 Me­ter, der höchste Berg, welcher vollständig auf italienischem Boden steht, war schon von jeher ein begehrter Skitouren­gipfel. Vielfach wurde dieser Berg als .,leichtester Viertau­sender der Alpen” bezeichnet; das stimmt nicht, es gibt we­sentlich einfacher zu bestei­gende Gipfel über 4000 Meter als eben diesen Gran Para­diso. Er ist einige Mühe – auch die lange Autofahrt – wert. Al­lein schon das Drumherum, die herrliche Landschaft des Nationalparks, wo sich die Steinböcke tummeln wie bei uns die Kühe, läßt diese Berg­fahrt zu etwas Besonderem werde.

Talort: Pont, 1960 Meter, im hintersten Val Savarenche; Zufahrt auf guter Bergstraße von VilleneuvelAostatal.

Stützpunkt: Rifugio Vittorio Emanuele, 2732 Meter, CAI. Von Pont gut 2 1/2 Stunden.

Aufstieg: Von der Hütte nörd­lich mäßig steile Hänge que­ren, dann rechts (östlich) in den Karboden unterhalb des Gran-Paradiso-Gletschers. In gleicher Richtung mäßig steil weiter und mit Kehren über einen steilen Hang auf den oberen, flacheren Abschnitt des Gletschers. Mit Rechts­schleife noch einmal etwas steiler empor, dann über fla­ches Gelände bis nahe dem südlichen Gletscherabbruch. Links aufwärts und über ein Gratstück gegen die markan­ten Felsen von II Roc. Der mar­kante Eisbruch wird rechts (östlich) über nicht allzu steile Hänge umgangen. Dann nord­westlich bis zur Randspalte (Skidepot). Gerade über einen steilen Schneehang hinauf und links zum ausgesetzten Gipfelgrat, den man, einmal nördlich ausweichend (Ha­ken), bis zur Madonna verfolgt. 4 1/2 Stunden von der Hütte.

Abfahrt: Wie Aufstieg.

Charakter, Schwierigkeiten und beste Jahreszeit: Hoch­alpine Skitour, die Kondition und – am Gipfelgrat – Kletter­gewandtheit verlangt. Nur bei guten Verhältnissen relativ unschwierig! Abfahrt bis zur Hütte wenig anspruchsvoll, je­doch sehr schön; von der Hüt­te nach Pont nicht lawinensicher. Beste Zeit Ende März bis, Ende Mai.

Karte: II Parco Nazionale del Gran Paradiso, Maßstab 1:50 000, herausgegeben vom Istituto Geografico Cen­trale, Torino.