Selbst- und Partnerrettung Hilfe am Fels

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Die fundamentalen Maßnahmen der Partnerrettung sind nicht so komplex wie man denkt. Mit viel Übung und bei Vermeidung kapitaler Fehler kann man mit Seilrollenflaschenzug & Co effektiv helfen. (Teil 3)

Ob wir nun eine schwere Last in einer Bigwall oder unseren Partner heraufziehen ist letztend-lich egal. Hauptsache, wir wissen, worauf es beim Körperflaschenzug ankommt.

KÖRPERFLASCHENZUG

Wir verwenden unser eigenes Körpergewicht, um un-seren Partner (den Haulbag) zum Standplatz herauf zu bringen.

Ablauf:

  • 1. In das Seil, an dem die Last hängt, wird ein mög-lichst kurzer Prusik geknüpft und die Last auf den Prusik übertragen.
  • 2. Wir selbst hängen uns nun am besten mittels Gri-gri in das Seil, an dem wir ziehen wollen und bela-sten dieses mit unserem Körpergewicht.
  • 3. Wir können nun bequem unsere Selbstsicherung im Standplatz auf zwei bis drei Meter verlängern. Dies muss gemacht werden, damit wir nicht unkon-trolliert weit am Zugseil nach unten rutschen (falls z.B. die Last relativ gering ist)
  • 4. Wir ziehen kräftig am Lastseil, an dem der Partner hängt. Je nach Reibungswiderstand bzw. unter-schiedlichem Körpergewicht kann diese Aktion mehr oder weniger Kraftaufwand erfordern. Wir können jetzt so lange ziehen, bis sich unsere Selbstsicherung spannt. Am schnellsten kommen wir mit einem Jii-mar und durch Einziehen des Grigri zurück an den Stand. Der Vorgang beginnt von Neuem. In einer richtigen Bigwall verwenden wir immer zwei Jiimar, um kraftsparend zurück zum Stand zu kommen.

ABLASSEN UND SEILVERLÄNGERUNG

Einfach ist es, wenn das Seil zum Ablassen des Partners lange genug ist, um den Partner problemlos zum letzten Standplatz abzulassen. Sichern wir mittels der HMS-Si-cherung, brauchen wir ja nur den belasteten HMS „um-schnappen“ lassen und können ohne jegliche weitere Maßnahme den Partner ablassen. Ebenso reibungslos funktionniert das Ablassen über ein Grigri – wir müs-sen nur darauf achten, dass der Hebel des Grigri bei Be-lastung nicht am Fels aufliegt!

SEILVERLÄNGERUNG ABLASSEN MIT HMS Für das schnelle und effektivste Ablassen unseres Part-ners kann es notwendig sein, zwei Seile zusammen zu knoten. Die Seile werden ganz einfach mit einem Sack-stich zusammengeknotet. Dies ist der schnellste und gleichzeitig sicherste Knoten (wie beim Abseilen). Falsch ist, wenn die Seilverbindung mittels Spierenstich hergestellt wird: hier umschlingt nämlich der ganze Knoten das Seil und kann wie ein Klemmkeil stecken bleiben! Falls wir wirklich einmal jemanden über eine Seilverbindung hinweg ablassen müssen, sollten wir das ausschließlich nur mit einem HMS-Karabiner und HMS-Sicherung durchführen. Bei Verwendung eines anderen Karabiners kann sehr leicht der Knoten im Karabiner stecken bleiben!

Ablauf:

Zuerst werden die Seile mittels Sackstich zusam-men geknotet. Wirklich wichtig ist, dass die Seilenden UNBEDINGT 30 cm aus dem Knoten herausragen. Beim Ablassen mittels HMS zieht nämlich der Sackstich eine Schlaufe mit. Um diese möglichst früh lösen zu können und einen starken Ruck zu vermeiden, müssen die beiden freien Seilenden durch die Schlaufe gesteckt werden. Achtung: Keinesfalls die Finger in diese Schlaufe stecken und keinesfalls versuchen, die Schlaufe mit den Fingern zu lösen.

SEILVERLÄNGERUNG ABLASSEN MIT TUBER

Ein heikle Aktion, bei der man sehr genau ar-beiten muss. Vor allem MUSS man das vorher im Trockentraining einmal versucht haben – nur dann wird einem klar, worauf es ankommt!

Ablauf:

  • 1. Ziemlich genau 30 cm bevor der Seilverlän-gerungsknoten den Tuber erreicht (oder einen normalen Schraubkarabiner oder ein Grigri, an dem der Partner abgelassen wird), müssen wir zunächst das Seil, das wir in die Sicherung laufen lassen fixieren, damit wir beide Hände frei haben.
  • 2. Nun bringen wir am besten mit einer etwas dickeren Reepschnur (7mm) einen DREIFA-CHEN Prusikknoten direkt unterhalb der Ab-lassvorrichtung an. Einen dreifachen Prusik deshalb, weil wir absolut sicher sein müssen, dass der Prusik nicht nachrutscht, wenn er spä-ter belastet wird. Eine 7mm Reepschnur des-halb, weil sich darin das Geflecht leichter löst.
  • 3. Jetzt führen wir die Reepschnur durch einen Schraubkarabiner und flechten diese um die beiden Stränge, die zum Prusik führen. Fixiert wird das Geflecht mit einem Weberknoten.
  • 4. Der Prusik wird nun möglichst weit nach unten geschoben, die Seilfixierung gelöst und das Gewicht auf den Prusik übertragen. Es lohnt sich, den Prusik dabei noch mit der Hand fest zu umschließen, damit er sich schnell zuzieht.
  • 5. Das Seil wird aus dem Tuber entfernt und das nächste Seil hinter dem Seilverbindungs-knoten wieder in den Tuber gehängt. Da wir ja unser Hauptseil, an dem unser Partner hängt, komplett aus der Sicherung nehmen ist es empfehlenswert, im nächsten Seil zwei Meter weiter unten einen Sackstich zu knoten und diesen vorsichtshalber im Stand zu fixieren.
  • 6. Das Geflecht wird so weit geöffnet, bis die Reepschnur langsam durchrutscht. Die Last wird nun auf das zweite Seil übertragen und der Partner kann abgelassen werden.

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