Sackhorn Elwertatsch – SKITOUR – Berner Alpen

 
 

Umsonst ist das Sackhorn, 3212 Meter. im Lötschental nicht zu haben: Für den ersten Aufstieg mit den Liften des Skigebietes Lauchernalp braucht’s Geld, für den letzten zu Fuß alpine Erfahrung. Wer nur ersteres mitbringt, läßt das Sackhorn links liegen und steigt direkt auf den Elwertätsch, 3211 Meter. Die Aussicht ist von beiden Gipfeln gewaltig, die Abfahrten nicht minder.

Talort: Wiler im Lötschental, 1419  Meter; Postauto von Goppenstein an der Lötschberg-Simplon-Bahn.

Ausgangspunkt: Sessellift-Bergstation Gandegg, etwa 2710 Meter, ohne Namen auf der LK; hierher mit Luftseilbahn, Skilift und Sessellift von etwas außerhalb Wiler über die Lauchernalp.

Stützpunkt: Berghaus Lauchernalp, 2106 Meter, V2 Stunde oberhalb der Bergstation der Luftseilbahn. immer offen, Betten und Lager. Tel. (0 28) 49 12 50.

Aufstieg: Von Gandegg in nördlicher Richtung leicht abwärts in eine Mulde, dann am Rande des Mülibachgletschers nordostwärts flach ansteigen in den Sattel nördlich des auffälligen Höckers von P. 2911 Meter. Über den Tennbachgletscher nordostwärts um das Sackhorn her-um zum breiten Scnneecoulm. das gegen dessen Nordostgrat hinaufzieht. Darin hoch bis zu Felsen auf etwa 3060 Meter; Skidepot. Steil in eine Lücke hinauf, dahinter durch eine Senke zur Nordflanke hinüber, über diese hinauf zum Ostgrat und ihm entlang zum Gipfelsteinmann, 3212 Meter. 2 Stunden von der Lauchernalp.

Übergang zum Etwertätsch: Abfahrt durch das Schneecouloir bis etwa 3000 Meter. Nordostwärts hinauf zur Tennbachlücke und über den Südwestrücken auf den Elwertätsch, 3211 Meter. 1 1/2 Stunden vom Sackhorn.

Abfahrt: Vom höchsten Punkt auf  dem Südwestgrat ein paar Meter zurückfahren. dann gleich links über den steilen Südosthang auf den fla-chen Tellingletscher hinunterkurven. über ihn südwärts in den Sattel, 2851 Meter, nördlich des Tennbachhorn. Südwärts durch eine Mulde hinab, die nach Westen umbiegt. Man folgt ihr und dann dem Tal, das am Tennbachhorn entlang in südöstlicher Richtung hinabzieht. Man gelangt so auf das Sträßchen von Weritzstafel nach Fischbiel. Seine Kehren ab-schneidend direkt nach Fischbiel, 1872 Meter. Der Piste (Straße) entlang nach Wiler. 2 Stunden vom Elwertätsch.

Varianten: Bei sicheren Verhältnis-sen sind verschiedene Abfahrtsvarianten möglich. So kann man zum Beispiel vom Sackhorn direkt östlich des Stieltihorn hinabfahren, dann rechts oder links vom Spalihorn nach Fischbiel.

Charakter, Schwierigkeiten und beste Jahreszeit: Wenig schwierige, höchst aussichtsreiche Skitour mit wenig Aufstiegs- und viel Abfahrtshöhenmetern. So früh wie möglich starten; Gefahr von Naßschneelawi-nen. Pickel oder Steigeisen für den steilen Gipfelaufstieg aufs Sackhorn einpacken. Günstig von Dezember bis Anfang April.

Fiihrer und Karten: Alpine Skitouren Band 4, Waadt, Freiburg, Bern (erschienen beim Verlag Schweizer Alpen-Club). Landeskarte der Schweiz, Blatt 264 S (Jungfrau), Maßstab 1:50 000; Blatt 1268 (Lötschental), Maßstab 1:25 000.