Filzmooshörndl – TOURENTIPP SKITOUR – Radstädter Tauern

 
 

Die Niederen Tauern sind ein mächtiges Berggebiet, das sich östlich an die wesentlich höheren und vergletscherten Hohen Tauern anschließt. Sie werden in sechs Gruppen un­terteilt: Seckauer Alpen, Trie­bener Tauern, Rottenmanner Tauern, Wölzer Tauern, Schladminger Tauern und Radstädter Tauern. Vielen Bergfreunden ist unbekannt, daß die Niederen Tauern für nahezu jede alpinistische Nei­gung eine Fülle von Möglichkeiten bieten. Kletterer, vor allem Bergwanderer, und na­türlich in ganz hohem Maße die Skibergsteiger kommen in diesem überwiegend noch stillen Berggebiet voll auf ihre Kosten. Gegenüber anderen   Skitourengebieten in den Ostalpen sind auch die Radstädter Tauern bisher vom großen Rummel verschont geblieben. Besonders im Großarler ElI­mautal gibt es lohnende Ziele. Zu den schönsten Touren in diesem Gebiet zählt das Filz­mooshörndl, 2187 Meter. Es kann auch von Skitourenan­fängern relativ problemlos be­stiegen werden. Vom Gipfel aus bietet sich eine herrliche Schau auf den östlichsten Teil der Hohen Tauern.

Talort: Großarl, 924 Meter, im gleichnamigen Tal. Von St. Jo­hann/Pongau auf schmaler, 14 Kilometer langer Straße zu erreichen (im Hochwinter un­bedingt Ketten nötig).

Ausgangspunkt: Filzmoosalm, 1710 Meter, im Schluß des Ellmautals. Zufahrt von Großar) auf schmalem Sträß­chen bis zum Klausbauern (Ketten notwendig). Dort be­schränkte Parkmöglichkeit. Auf dem Sträßchen zu Fuß weiter zum Grundlehen, 1340 Meter. Nun immer rechts des Baches entlang, über einige unangenehme Steilstellen, zur Filzmoosalm. Etwa 1 3/4 Stunden vom Klausbauern.

Aufstieg: Von der Filzmoos­alm direkt südöstlich auf das Filzmooshörndl zu. Über eine kleine Geländestufe erreicht man den Fuß des Gipfelauf­baus. Nun quert man die gan­ze Gipfelflanke nach links bis in den Sattel am Ostfuß des Berges. Über den breiten Rücken unmittelbar unter den höchsten Punkt. Die letzten Meter steigt man zu Fuß zum kreuzgeschmückten Gipfel. Etwa 1  1/4 Stunden von der Filz­moosalm.

Abfahrt: Normalerweise entlang der Aufstiegsspur. Gute Fahrer können auch kurz un­terhalb des Gipfelgrates in die Ostflanke queren und so na­hezu direkt zur Filzmoosalm gelangen.

Charakter, Schwierigkeiten und beste Jahreszeit: Ver­hältnismäßig kurze und leich­te Skitour. Direkte Abfahrt vom Grat recht steil. Günstig von Dezember bis Ende Fe­bruar.

Führer und Karte: Alpenver einsskiführer Ostalpen Band 2, Neuauflage 1984, von Die­ter Seibert (Bergverlag Rudolf Rother, München). Kompaß-Wanderkarte Blatt 80 (Groß­arltal – Kleinarltal), Maßstab 1:50 000.