Hochkranz – Berchtesgadener Alpen – TOURENTIPP WANDERN

 
 

Der Hoch- und der Kühkranz, 1953 und 1811 Meter, bilden zusammen ein sehr lohnen­des, anspruchsvolles Berg­wanderziel. Wenn man über die lieblichen Almen gegen die Gipfel hinaufsteigt, vermu­tet man zunächst nicht, wie rassig der Anstieg noch wird. Der Gipfelaufstieg nämlich, vor allem der Ostgrat, ist nicht ganz einfach. Dafür wird man mit einer schönen Aussicht belohnt.

Talort: Weißbach bei Lofer, 666 Meter. Nächstgelegene Bahnstation ist Saalfelden.

Ausgangspunkt: Oberster Parkplatz in Pürzlbach, 1020 Meter. Pürzlbach ist auf schmaler und sehr steiler, asphaltierter Straße von Weiß­bach zu erreichen.

Aufstieg: Vom Parkplatz wan­dert man auf der mit einer Schranke gesperrten Straße südöstlich hinauf und den Prechlbach entlang durch schönen Wald unterhalb des Kopfsteins weiter. Kurz vor der Kallbrunnalm lichtet sich der Wald und gibt den Blick zum Gipfel frei. Die Straße wendet sich in einem weiten Bogen nach Norden, und man wan­dert an den idyllischen Alm­hütten vorbei, bis an beschilderter Stelle die Straße nach links verlassen wird. Eine Tritt­spur führt gut markiert über steile Wiesen zum Punkt 1641 Meter nach Norden hinauf. Von dort hält man sich etwas links und steigt, zuletzt sehr steil, zum Kühkranz empor. Auf dem Weg Nr. 31 wieder et­was flacher nach Nordwesten bis zu einer Weggabelung in einem wenig ausgeprägten Sattel. Von dort geradeaus, immer steiler und luftiger, auf den Ostgrat und zum Hoch­kranz. 3 Stunden.

Abstieg: Es empfiehlt sich, für den Abstieg den etwas einfa­cheren „Südsteig“ zu wählen. Zunächst noch ein paar Meter am Grat nach Südosten zu­rück, dann am roten Pfeil rechts ab und den Markierun­gen folgend durch Latschen steil abwärts. Bald nach Süd­westen und an Drahtseilen entlang hinunter. Unterhalb des Gratverlaufs zwischen Kühkranz und Kallbrunnalm führt eine schmale Trittspur an den steilen Fels- und Gras­hängen entlang. Sie leitet zur Kallbrunnalm. Von dort folgt man wieder der Straße, ent­weder auf eine kleine Rast nach Nordosten zur Jausen­station Wieserkaser oder gleich zum Ausgangspunkt zurück.

Charakter, Schwierigkeiten und beste Jahreszeit: Bis zum Kühkranz einfache, dann aber – vor allem am Ostgrat – sehr anspruchsvolle Bergtour, die Trittsicherheit und absolu­te Schwindelfreiheit verlangt. Einige Stellen erreichen den II. Schwierigkeitsgrad. Günstig ab Juni bis zum ersten Schnee. An den Südhängen gibt es Kreuzottern.

Führer und Karte: Kompaß-Wanderkarte Blatt 14 (Chiem­gau – Rupertigau), Maßstab 1:50 000.