Große Laserzwand Alpenrautekamin – Lienzer Dolomiten – TOURENTIPP KLETTERN

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Unter den schroffen Kalkgip­feln rund um den Laserzkes­sel mit seinem malerischen See und der gastlichen Karls­bader Hütte nimmt die Große Laserzwand, 2614 Meter, eine Sonderstellung ein. Dies dürf­te in der Hauptsache auf ihre unschwierige Ersteigbarkeit zurückzuführen sein, denn die meisten der benachbarten Gipfel verlangen doch schon einiges an Kletterfertigkeit. Die beachtliche Höhe der Großen Laserzwand verspricht dazu eine weitreichende Aus­sicht, die besonders nach Nor­den, zu den Hohen Tauern, vollkommen frei ist. Kletterer richten ihr Augenmerk aller­dings auf die gegen Norden, Westen und Süden abbre­chenden Wände und Kanten. Bei Leuten, die sich in mittle­ren Schwierigkeiten wohl füh­len, rufen diese Felsfluchten jedoch nur Kopfschütteln her­vor. Zu steil, zu glatt, zu abwei­send streben sie empor. Allein der auffallende Kamin, rechts neben dem Laserzwandköpfl, läßt ein Durchkommen vermu­ten. Ähnlich dachte wohl auch der Erstbegeher Rudl Eller, als er 1912 in den Kamin einstieg und damit eine der schönsten Genußklettereien weit und breit eröffnete. Die Route bie­tet viel interessante und anre­gende Kletterstellen in herr­lich festem Fels. Alle notwen­digen Haken stecken. Die Kletterlänge beträgt bis zu etwa 300 Meter, dazu kom­men dann noch etwa 250 Me­ter über den Westgrat.

Schwierigkeiten: IV+ (eine Seillänge unmittelbar nach dem Kaminende am Beginn des Westgrats; sie kann links leichter umgangen werden, III), IV (zwei Stellen), sonst fast durchwegs III bis IV—. Zeit: 3 bis 3 1/2 Stunden zum Gipfel.

Stützpunkt: Karlsbader Hüt­te, 2260 Meter, vom Parkplatz bei der Dolomitenhütte, 1620 Meter (Mautstraße von Tristach bei Lienz), 2 Stunden.

Zugang: Von der Hütte zuerst ein Stück absteigen, dann auf dem “Rudl-Eller-Weg” in Rich­tung Hohes Törl, bis unter den Wänden von rechts die West­schlucht herabzieht. Dort zu­erst kurz rechts, dann links empor auf den markierten, rampenartigen Plattenschuß, der schräg links aufwärtszieht und an der Westkante endet. Die Plattenrampe hinauf (II), bis wenige Meter vor ihrem Ende ein Riß auf ein etwa acht Meter weiter oben verlaufendes Band emporleitet. Hier Einstieg (etwa 1 Stunde).

Übersicht: Der direkt von der Laserzwandköpflscharte her­abziehende Kamin wird vom Einstieg nahe der Westkante durch Queren nach rechts (zu­erst leicht abwärts, danach wieder aufwärts) erreicht und dann bis zu seinem Ende durchstiegen. Danach geht es rechts über eine glatte Wand­stelle (Schlüsselstelle, Umge­hung nordseitig – zuerst einige Meter absteigend – möglich, III) auf den Westgrat.

Abstieg: Auf bezeichnetem Steig über die Südostflanke in etwa 3/4 Stunden unschwierig zur Hütte.

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