Hochbrunnerschneide – Sextener Dolomiten – TOURENTIPP HOCHTOUR

 
 

Die    Hochbrunnerschneide, 3061 Meter, ist ein stattlicher Dreitausender in der Elfer­gruppe der Sextener Dolomi­ten. Dieser Monte Popèra, wie der Berg im Italienischen ge­nannt wird, hat nur eine Schwachstelle: den Nord­westanstieg aus dem Inneren Loch. Er vermittelt bei guten Verhältnissen eine nicht allzu ernste, jedoch durchaus berg­steigerische Erfahrung fordernde Tour, die als Tagesun­ternehmung eine „runde Sache“ ist.

Talort: Sexten-Moos, 1340 Meter. Nächstgelegene Bahn­station: Innichen im Pustertal.

Ausgangspunkt: Fischleinboden (Dolomitenhof), 1450 Meter.

Stiitzpunkt: Rifugio Zsigmon­dy-Comici, 2235 Meter. Vom Dolomitenhof über die Tal­schlußhütte auf Weg Nr. 103 in etwa 2 1/2 Stunden zu erreichen.

Aufstieg: Von der Zsigmon­dy-Comici-Hütte der Markie­rung Nr. 101 (Alpini-Felsen­weg), unterhalb der eindrucks­vollen Nordwand des Zwölfer­kofels entlang, bis fast zum Giralbajoch folgen. Noch un­terhalb von ihm nördlich ab, den Rücken des Hochleist queren (siehe Tourentip in AL­PIN 7/87) und zum Eingang des Schuttkessels Inneres Loch. Hier verläßt man den Alpini-Felsenweg und geht auf einem Geröllsteig, später an steilen Schrofen (stellenweise I) empor bis unterhalb der For­cella alta di Popèra, 2880 Me­ter. Noch vor der Scharte rechts heraus und auf den Gipfelrücken.   Unschwierig zum höchsten Punkt (Stein­mann). Etwa 3 Std. ab Hütte.

Abstieg: Gleiche Route.

Charakter, Schwierigkeiten und beste Jahreszeit: Große Bergtour, die nur bei guten Verhältnissen relativ unschwierig ist. Klettergewandt­heit, Ausdauer (besonders, wenn man die Hochbrunner­schneide als Tagestour ma­chen möchte) und etwas Orientierungssinn notwendig. Günstig etwa ab Anfang August bis Ende September.

Führer und Karte: Kleiner Führer Sextener Dolomiten von Alois Haydn; Alpenver­einsführer Sextener Dolomi­ten von Richard Goedeke (bei­de Bergverlag Rudolf Rother, München). Kompaß-Wander­karte, Blatt 58 (Sextener Dolo­miten), Maßstab 1:50 000.