Eidechsspitze – Pfunderer Berge – TOURENTIPP WANDERN

 
 

Zwischen den Dolomiten im Süden und den Zillertaler Al­pen im Norden führen die Pfunderer Berge ein eigent­lich ungerechtfertigtes Schat­tendasein. Dabei hat diese Ge­birgsgruppe wegen ihrer weit­gehenden Unberührtheit ganz besondere Reize. Erstaunli­cherweise wird dieses Berg­gebiet im Alpenvereinsführer Zillertaler Alpen gut und aus­reichend beschrieben. Aber: es hat keine Renommiergipfel, keine klingenden Namen. Also: eine Gegend für Leute, denen es um die Bergnatur an sich geht. Eine lohnende Un­ternehmung ist die Bestei­gung der 2738 Meter hohen Eidechsspitze.

Talort: Terenten im Pustertal, 1210 Meter. Fährt man vom Brenner kommend in Rich­tung Bruneck, zweigt bei Vintl eine Höhenstraße ins Puster Sonnental, nach Terenten, ab. Außerhalb der Ortschaft, nach einer Brücke, Wegweiser „PP. Tiefrastenhütte“. Hier Aus­gangspunkt.

Aufstieg: Vom Parkplatz zu­nächst auf breitem Schotterweg (Markierung Nr. 23) am Winnebach entlang.An mehreren Almen vorbei und durch Wald stetig ansteigend zu einem Sattel nahe einem Wasserfall. Nun führt der Weg über Almenrauschhänge nordwestlich zur Tiefrasten­hütte mit dem Tiefrastensee. Von dort in zunächst südli­cher, später westlicher Rich­tung (Markierung Nr. 22) wei­ter. Über Felsplatten und Ge­röllfelder hinweg zum idylli­schen Kompfossee. Oberhalb von ihm teilt sich der Weg. Man bleibt auf Markierung Nr. 22 und geht nach rechts über Schrofen und Grashänge, kommt an einem kleinen See vorbei und erreicht auf dem Kamm das Gipfelkreuz. Etwa 4 Stunden vom Ausgangspunkt nahe Terenten.

Abstieg: Zurück zum Sattel und von dort über Schrofen und Grashänge rechts hinun­ter. Die Markierung Nr. 22 führt zur Englalm hinab. Dort wan­dert man entlang der Viehwei­demauer, überschreitet einen Bach und gelangt in südöstli­cher Richtung zum Wald. Der sogenannte „Alpenrosenweg“ ist mit Markierung Nr. 8 be­zeichnet. Man erreicht bald eine freie Wiesenfläche mit Ruhebänken. Dort wendet sich der Weg in nordöstliche Richtung. Durch Wald und an zwei Almen vorbei zum Aus­gangspunkt zurück. Etwa 3 1/2 Stunden Gehzeit vom Gipfel.

Charakter, Schwierigkeiten und beste Jahreszeit: Etwas lange, daher Ausdauer for­dernde Tour ohne besondere Schwierigkeiten. Herrliche Schau auf Zillertaler Alpen, Rieserfernergruppe und Dolo­miten. Günstig von Ende Juni bis Ende September.

Führer und Karte: Alpenver­einsführer Zillertaler Alpen von Heinrich und Walter Klier (Bergverlag Rudolf Rother, München). Kompaß-Wander­karte, Blatt 82, Maßstab 1:50 000.