Monte Rosa Route – Gipfelsturm von Süden – Skitour 4000 er

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Wenn in den Tälern des Wallis der letzte Schnee geschmolzen ist, beginnt die Zeit der ganz großen Touren. Und wer seine Augen langsam von tief unten nach oben zu den riesigen Gipfeln der Viertausender wandern läßt, der versteht ihn, den Lockruf der weißen Riesen

Tief unten in den südlichen Tälern des Wallis flimmert die Luft und nimmt den Duft von frischem Grün und Frühlings­blumen mit nach oben.

Dorthin, wo der Winter die Viertausen­der noch fest im Griff hat.

Es gehört sicher mit zu den schönsten Erlebnissen eines Skitouristen, aus die­ser stattlichen Höhe den Blick weit über die Welt der Eisriesen schweifen zu lassen.

Und es wird einem unvergeßlich blei­ben, wie es ist, wenn man durch stauben­den Pulverschnee Tausende von Metern in die Tiefe wedelt und mit jedem Schwung dem Frühling näher kommt.

Doch es kann auch anders sein. Sturmgepeitscht kämpft man sich zähne­klappernd in die Höhe, nur um sich dann, von Orientierungsproblemen ge­plagt, fluchend durch verblasenen Schnee wieder nach unten zu wühlen. Für diesen dramatischen Szenenwechsel braucht es oft nicht einmal drei Stunden. Nur wirklich erfahrene Tourengeher sollten sich deshalb an derartige Unter­nehmungen heranwagen.

Und selbst diese können bei schlechten Verhältnissen rasch an ihre Grenzen geraten. Am rechtzeitigen Umkehren zeigt sich der wahre Profi ebenso wie an einer sorgfältigen Gesamtplanung.

1000 Meter Aufstieg in über 4000 Meter Höhe sind nämlich etwas ganz anderes, als einmal so kurz am Sonntagmorgen 1500 Höhenmeter auf den Hausberg „hinaufzujoggen“.

Persönliche Erfahrungen sind minde­stens ebenso wichtig wie ein penibles Kartenstudium, wenn man sich in der Welt der Viertausender zurechtfinden möchte.

Daniel Anker hat für Sie eine Hohe Rou­te ausprobiert, die für all diejenigen ideal ist, die sich gern einmal fordern, aber irgendwann auch genug haben und die wohltuende Sicherheit einer rasch erreichbaren Hütte zu schätzen wissen.

Höher geht es nicht mehr. Obwohl es noch drei höhere Gipfel in den Alpen gibt — diese Skitour auf der italienischen Seite des Monte Rosa ist höchste Spitze: in vier Tagen sechs Vier­tausender, dazu eine Nacht in Europas höchstgelegener Hütte. Also etwas für solche Skialpinisten, denen die Luft auch in eisiger Höhe nicht ausgeht. Denn kalt ist es dort oben meistens, trotz geschützter Sonnenlage. Der Monte Rosa ist der Bergstock der Superlative: Nicht weniger als acht Viertausender sind in ihm aufgereiht. Zwei weitere Erhebungen, ebenfalls über viertausend Meter, gar nicht erst mitgezählt.

Am ersten Tag muß man auf der italieni­schen Südseite des Monte Rosa nur einen kurzen Aufstieg zur Gnifettihütte bewältigen. Doch muß man auch schon hier bedenken, daß die Höhe bereits be­trächtlich ist (3611 Meter). Am zweiten Tag als Training sozusagen die Vincent-Pyramide. Dann folgt der Höhepunkt: Zumsteinspitze und Signalkuppe, wobei auf der letzteren übernachtet wird. Soll­ten sich während des dritten Tages ernst­hafte Anzeichen der Höhenkrankheit bemerkbar machen (starke Kopfschmer­zen, Übelkeit usw.), so ist auf eine Über­nachtung in der höchstgelegenen Hütte der Alpen zu verzichten. Ebenso wenn die Wetterprognose für den nächsten Tag schlecht ist. Bei Nebel oder Schnee­treiben kann die Capana Margherita zur „Mausefalle“ werden. Am vierten Tag werden noch die drei restlichen Viertau­sender bestiegen : Parrotspitze, Ludwigs-höhe, Schwarzhorn. Insgesamt ist es eine Haute Route, die ihren Namen mehr als verdient. Deshalb lauten auch die wich­tigsten Voraussetzungen für diesen höchsten Höhentrip: eine ausgezeichne­te körperliche Verfassung und eine vor­her auf niedrigeren Viertausendern ge­prüfte Höhentauglichkeit (aller Teilneh­mer). Natürlich nur für Skialpinisten, die mit Höhenmesser und Kompaß um­zugehen wissen und die eine gegen Kälte und Wind taugliche Ausrüstung besit­zen. Durch die Höhe und die exponierte Lage ist das gesamte Monte-Rosa-Ge­biet wie kaum ein zweiter Gebirgsstock in den Alpen für seine Höhenstürme be­rüchtigt. Skitechnisch ist die Tour nicht allzu schwierig, abgesehen von der Überschreitung der Parrotspitze, die bei starkem Wind und Vereisung sehr heikel sein kann. Alles in allem eine Skitour auf höchster Ebene für Leute mit entspre­chenden Voraussetzungen. Auch das Wetter muß schön und sicher sein, wo­bei natürlich von der häufigen Konstel­lation Norden schlecht, Süden gut profi­tiert werden kann. Es wäre auch schade, wenn man die Aussicht von der Gnifetti­hütte und von den Gipfeln nicht genie­ßen könnte: Blick auf die Po-Ebene und auf den Alpenbogen: Wie er auf einmal gegen das Mittelmeer hin schwenkt, und [n der Ferne die hoch über allem ragende Pyramide des Monte Viso.

 

1. Tag

Aufstieg 370 Meter, 1 1/2 Stunden. Luftseilbahn Alagna—Punta Indren, 3240 Meter. Von der Bergstation quert man den Indrengletscher schräg nach links aufwärts (nicht zu steil), umgeht ein Felsband, auf dem eine Hütte steht, und steigt über einen freien Hang zur Gnifettihütte, 3611 Meter, empor, die von rechts erreicht wird.

2. Tag

Aufstieg 600 Meter, 2 bis 2 1/2 Stunden. Abfahrt 600 Meter.

Von der Gnifettihütte nordwärts zum Lisjoch ansteigen. Nach knapp einer Stunde Gehzeit unterhalb der Felsinsel des Balmenhorn nach rechts zum Vin­centjoch und, noch bevor dieses erreicht wird, wieder nach rechts über den wenig

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