GUBEN – SCHWEINFURTER HÜTTE

 
 

FÜR EINSAMKEITSSUCHER…

Wer nur bis zur Hütte wandert, verpasst genau das, was diese Ecke der Stubaier Alpen so einmalig macht: Bergeinsamkeit!

Die Guben-SchweinfurterHütte am Verbindungspunkt zwischen dem Horlach- und dem Zwieselbachtal hat nicht unbedingt den Ruf eines Hochtou­ren-Stützpunktes, wenngleich in der Umgebung zahlreiche kleinere Dreitau­sender in die Höhe ragen. Vielmehr zieht es die Genießer unter den Wanderern zu dem stattlichen Schutzhaus, das seit ei­ner gründlichen Renovierung und der Übernahme durch einen neuen Pächter viel an Charakter, Gemütlichkeit und At­traktivität hinzugewonnen hat. Die mei­sten Besucher wandern von Niederthai —vorbei zunächst an den Larstighöfen und in der Folge an mehreren Almen — zur »Gubener«, wie die Einheimischen sa­gen. Zu diesen Gästen gesellen sich frei­lich auch Weitwanderer am Adlerweg, die Zwischenstation einlegen und über­nachten. Und für Mountainbiker stellt die Hütte ebenfalls ein interessantes Ziel dar.

Sie markiert jedenfalls einen Scheide­punkt: Weiter als hierher schaffen es die meisten Wanderer nicht, danach beginnt eine ganz einsame Bergwelt. Um diese zu erleben, braucht man nur durch das Zwieselbachtal einwärts wandern. Oder man steigt hinauf zur unbewirteten Fin­stertaler Sennhütte, an der sich der Bach in wundervollen Mäandern vorüber windet. Wer mehr möchte, kann an­schließend die Hohe Wasserfalle oder den Hochreichkopf erklimmen — Drei­tausender-Erlebnis und Bergeinsamkeit inklusive. Über das Gruejoch führt eine Route zum kleinen Gruesee und abstei­gend zu Poschach- und Narrenkogel. Vom Narrenkogel geht es schließlich steil hinunter nach Niederthai oder über­haupt ins Ötztal nach Umhausen.

(nur registrierte User sehen den Link, login oder registriere dich)Guben-Schweinfurter Hütte (2028 m)

Talort: Niederthai (1538 m) über Umhausen; Fahrweg (auch für Mountainbike geeignet) von Niederthai zur Hütte; Aufstieg: rund 2 Std.; Ab­stieg: rund 1 3/4 Std.

Geöffnet von Mitte Juni bis Anfang Oktober Tel. ++43/(0)52 55/5 00 29 (Hütte),

++43/(0)6 64/8 27 67 54 (Tal)

Tourenmöglichkeiten

Hohe Wasserfalle (3003 m): rund 3 1/2 Std. ab der Hütte (Abstieg: rund 3 Std.); mit Ausnahme des letzten Abschnitts ohne besondere Schwie­rigkeiten; Schlussanstieg erfolgt durch eine sehr steile Flanke—Vorsicht bei Altschneeresten (auch im Kar zuvor halten sich oft lange in den Hochsommer hinein Altschneereste); Abstieg wie Aufstieg.

Kraspesspitze (2954 m): rund 3 Std. ab der Hütte (Abstieg: rund 2’/2 Std.); unschwierige Tour für geübte Wanderer; Vorsicht bei Alt­schneeresten; Abstieg wie Aufstieg.

Zwieselbachjoch (2868 m): rund 4 Std. ab der Hütte (Abstieg: rund 3′ Std.); Genusstour ohne besondere Schwierigkeiten und ohne Glet­scherberührung für Ausdauernde; Abstieg wie Aufstieg.