Moléson (2002 m) – Via ferrata du Pilier – Freiburger Alpen

 
 

Aufstieg: Über felsig-grasige Stufen gerade hinaufzur senkrechten Nord­wand. Auf einem leicht ansteigenden Band schräg nach links hinaus auf den Pfeiler, wo die eigentlichen Schwierigkeiten beginnen. Etwas rechts der Kante senkrecht hoch. Nach einem kurzen Quergang teilt sich die Route: leichter über einen kurzen Überhang direkt hoch. Oder (deutlich schwieriger) und ausgesetzter weiter nach rechts in die Wand hinaus queren, dann mitviel Armkraft über ein Dach hinauf und nach links zurück zur Normalroute. Gemeinsam weiter schön luftig über den Pfeilerzum charakteristischen Band mit Gras und ein paar Tännchen, das die Nordwand in zwei Drit­tel Höhe unterbricht. Am oberen Ende des Bandes kann man sich ins Routenbuch eintragen. Dann wieder über den Felspfeiler hoch bis unter das oberste Felsband in der Ost­wand. Nun Querung nach links auf diesem Band zu einem Sekundär­pfeiler und direkt über die letzten schönen exponierten Stellen hinauf zum metallenen Gipfelkreuz auf dem Vorgipfel (1936 m), auch Petit Moléson genannt. Immernoch gesichert einem schmalen Felsgrat entlang hinab in einen Sattel und Schlussauf­stieg über den Grasgrat zum Triangulationssignal auf dem Hauptgipfel (2002 m) des Moléson.

Abstieg: Auf dem Wanderweg hinab in einen Sattel und in wenigen Schrit­ten hinauf zur Bergstation der Luft­seilbahn (ca. 1970 m); mit ihr hinab nach Plan-Francey. Oder auch zu Fuss auf gutem Weg über die Westflanke absteigen und unter der Nordwand zurück nach Plan-Francey; 1 Std.

Tatort: Moléson-Village (1107m) oberhalb des Städtchena Gruyères

Ausgangspunkt: Plan-Francey (1517 m), Mittelstation des Funiculaire/Luftseil­bahn von Moléson-Village auf den Moléson

Öffentliche Verkehrsmittel: Von Norden mit dem Schnellzug über Bern nach Freiburg und mit dem Direktbus nach Bulle. Von dort mit dem Bus oder dem Zug nach Gruyères-Pringy (746 m); weiter mit dem Bus (teilweise ist es der gleiche) nach Moléson-Village

Höhenunterschied: 520 m Aufstieg (Klettersteig 32o m)

Gesamtzeit: 3 Std. (knapp 3o Min. zum Einstieg)

Beste Jahreszeit: Die Anlage ist offen von Mitte Juni bis Mitte Oktober

Karte/Führer: Landeskarte der Schweiz, 1:25000, Blätter 1244 »Châtel-St-De­nis«, 1245 «Château-d’Oex«; 1:5000, Blatt 262 T «Rochers de Naye«. »Hüslers Klettersteigatlas«, Bruckmann Verlag, München 2005. Anker/Schnegg »Gruyère-Diablerets«, Rother Wanderführer

Fremdenverkehrsamt: Office du tourisme, CH-1663 Moléson-sur-Gruyères, Tel. 026/9 21 85 00, [email protected]

(nur registrierte User sehen den Link, login oder registriere dich)

Einkehr: Berggasthaus Plan-Francey, Restaurant L’Observatoire bei der Berg­station der Moléson-Seilbahn

Charakter und Besonderheiten: Eine landschaftlich wunderschöne Route mit perfekter Absicherung, einige senkrechte und zwei kurz überhängende Stel­len. Erdige und grasige Stellen treten auch immer wieder auf, so dass sich die Route eher bei trockener Witterung empfiehlt. Am Vormittag einsteigen, we­gen der Sonne. Die benachbarte Voie Hohl durch die Nordwand (auch Voie de la Face genannt) ist etwas schwieriger (vor allem der Ausstieg über den Über­hang) und deutlich schattiger.

Schwierigkeiten/Anforderungen: Schwierigkeit auf der sechsstufigen Kletter­steigskala K3 — 4 (mittlere Schwierigkeiten). Variante (nicht obligatorisch, dafür sehr ausgesetzt) K5 (sehr schwierig).

Ausrüstung: komplette Klettersteigausrüstung; kann in der Mittelstation Plan­Francey ausgeliehen werden

(nur registrierte User sehen den Link, login oder registriere dich)