Schlittenfahren auf der längsten Rodelbahn der Welt – Wildkogelbahn – Neukirchen Großvenediger – Salzachtal

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(nur registrierte User sehen den Link, login oder registriere dich)Warum kann ich es nicht zugeben; ein bisschen Kribbeln verspüre ich schon, als wir uns um die Mittagszeit mit den Schlitten in der Hand durch das Drehkreuz an der Talstation quetschen. Samstag, wunderbarer blauer Himmel und an der Wildkogelbahn in Neukirchen ist der erste Ansturm vor­über. Jetzt stehen nur noch ein paar Mor­genmuffel an und diejenigen der Wo­chengäste, die bereits den Anreisetag zum Skifahren nutzen. Ja, und wir. Zwei Rodler unter all den Skifahrern und Boar­dern. Dass wir die einzigen sind mit dem etwas sperrigen Sportgerät, ist aber nicht der Grund fürs Kribbeln in der Magen­grube. Sondern, dass wir heute die »läng­ste Rodelbahn der Welt« ausprobieren wollen. Verrückt? Ja, ein wenig verrückt muss man vielleicht schon sein, um so eine Bahn einzurichten. Aber anderer­seits, ein guter Werbegag ist der Eintrag ins Guinessbuch der Rekorde schon. Wer weiß, ob wir heute hier wären, wenn diese Rekordstrecke nicht in aller Munde wäre?

Lange vor dem Start

Diese Gedanken gehen mir durch den Kopf, während ich mich im Gedränge kontinuierlich vorwärts schieben lasse. Als wir erst einmal in der Sechsergondel sitzen, genieße ich dagegen die Aussicht hinunter aufs Salzachtal und auf die an­dere Talseite hinüber in die Tauerntäler. Naja, okay! Natürlich ist es schon verbo­ten bequem, zu einer Rodelpartie mit der Gondel zu fahren und eben nicht den Schlitten brav Serpentine für Serpentine hinaufzuziehen. Aber die Wildkogel-Ro­delbahn ist auch nicht irgendeine Bahn, sondern die längste der Welt (sagte ich schon, oder?) und es wird wohl niemand erwarten, dass man seinen Schlitten fast 14 Kilometer bergwärts zieht! Das Gefühl ist jedenfalls so fanta­stisch, ich würde nach der zweiten Sek­tion am liebsten sitzen bleiben und nochmals runter- und anschließend rauf­fahren. Aber auf 2100 Meter ist erst ein­mal Schluss mit den Annehmlichkeiten. An der Sonnenterrasse der Bergstation und am Kogel-Mogel-Kinderland geht’s vorbei zur großen Infotafel. Da steht’s denn auch, wie es weitergeht mit uns Rodlern: Rechts hinüber, ein kurzer Auf­stieg am Rande der Piste hinauf aufs Pfeifferköpfl und von dort hinab in die Scharte vor dem Wildkogel, wo nach kur­zer Abfahrt zum Wildkogelhaus die offi­zielle Bahn erst beginnt. Alles klar! Nach­dem wir es nochmals schwarz auf weiß sehen, dass wir auf Guiness-Buch-Kufen unterwegs sind, gehen wir los.

27 Höhenmeter sind zu bewältigen, immer mit Blick Richtung Großvenedi­ger und Co. Am Pfeifferköpfl setzen wir uns erstmals auf die Schlitten und lassen den Schnee stieben. Das ist durchaus der Vorteil einer »Pistenrodelbahn«: Sie ist gut präpariert und auch wenn mal ein Flachstück wartet, hält man trotzdem die Geschwindigkeit. An der Scharte zum Wildkogel legen wir einen kurzen Stopp ein. Und jetzt? Wo geht’s weiter? Etwa 100 Höhenmeter unter uns spitzt da gerade das Wildkogel-haus aus den Wolken, die leider die letzte Viertelstunde aufgezogen sind. Dort geht die eigentliche Rodelbahn los, bis dahin benutzen wir die Skipiste. Wir machen es uns also auf den Schlitten bequem, ziehen die Anoraks bis unters Kinn, schieben Stirnband und Mütze über die Ohren und – huii! Was für Skifahrer meist ein ganz gemütlicher Hang ist, kann für Rodler schon zur Herausforderung werden. Schließlich fährt man mit dem

Rodel ja keine Bögen, es sei denn, die werden von der Bahn vorgegeben. Wir sind aber nicht die einzigen, denen dieser steilere Abschnitt höllisch Spaß macht. Neben uns ist ein kleiner Stöpsl unterwegs, der Mama und Papa sou­verän abgehängt hat und mit seinem ro­ten Bob einem Skifahrer hinterhersaust.

Anfangen, wenn andere aufhören

»War cool«, hören wir den Kleinen ein paar Minuten später seine Eindrücke zu­sammenfassen, als der Rest der Familie ihn am Start der Rodelbahn wieder einge­holt hat. Auch das Pärchen, das auf einem der Leihrodel angesaust kommt und stel­lenweise nur noch mit einer Kufe Boden­kontakt hat, scheint die Achterbahnfahrt zu genießen. Mittlerweile sind wir nicht mehr die einzigen. Ab 14 Uhr

bietet die Wildkogelbahn einen speziellen Rod­lertarif an, der gut angenommen wird. Das Wildkogelhaus auf 2000 Meter Höhe. »So, manche Rodelbahn wär’ jetzt zu-ende. Hundertdreißig Höhenmeter, das ist zwar nicht viel, aber keine Seltenheit für eine Rodelbahn.« Tja, und bei uns geht’s jetzt erst los! Bis hinunter nach Bramberg, wo der Spaß ein Ende hat, sind es noch etwa 1200 Höhenmeter. Den ersten Teilabschnitt sehen wir vom Wildkogelhaus ein: eine lange gemütliche Schrägfahrt bis zu einer Rippe hinüber, hinter der der weitere Ver­lauf nicht erkennbar ist. Was aus der Ent­fernung etwas flach aussieht, läuft dann doch erstaunlich gut. Die breite Bahn mit der neu installierten Beleuchtung erlaubt auch Nachtschwärmern noch den Weg hinunter ins Salzachtal. Bis 22 Uhr wird die Strecke beleuchtet. Der Gesamtaus­bau der Bahn wurde 2005 fertiggestellt und kostete die beiden Gemeinden Neukirchen und Bramberg einen sechs­stelligen Eurobetrag. Mindestens eine Pistenraupe ist die Bahn breit. Nebeneinander, hintereinan­der, mal mit Pause, dann wieder im flotte­ren Tempo geht es hinunter. Und hinun­ter. Und hinunter. Natürlich verlieren wir an Höhe, das sehen wir an den gegen­überliegenden Gipfeln. Aber wenn wir ins Tal blicken, wird doch klar: Die Rodel­bahn ist noch lange nicht zu Ende. In vie­len, vielen Serpentinen schlängelt sich die Strecke hinab. Wer den Pistenabschnitt von der Wildkogelscharte zum offiziellen Start gemeistert hat, wird auf der eigentli­chen Bahn keinerlei Probleme haben; sie verläuft sehr gutmütig.

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