Hochmölbing (2336 m) Überschreitung via Schrocken – Wandertour – TOTES GEBIRGE

 
 

(nur registrierte User sehen den Link, login oder registriere dich)Im östlichen Teil des Toten Gebirges dominiert der verzweigte Warscheneck­Zug, der gegen Westen mit dem fast gleichhohen Hochmölbing zusammen­hängt. Das Gebiet eignet sich hervorragend für ausgedehnte Kammüberschrei­tungen, wobei sich die Zustiege teilweise erheblich verkürzen lassen (z. B. durch die Standseilbahn zur Wurzeralm oder die Hössbahnen in Hinterstoder). Die hier vorgestellte Tour über den ganzen Mölbingkamm ist eine Panorama­wanderung sondergleichen mit ein paar prickelnden Passagen vor allem im Bereich des Schrocken.

Schwierigkeiten: Lange Über­schreitung auf abschnitts­weise etwas ausgesetzten Gratkämmen; gute Trittsicher­heit, etwas Felsgewandtheit und solide Ausdauer für den langen Rückweg erforderlich

Ausrüstung: normale Berg­wanderausrüstung, eventuell Hüttennächtigung einplanen

Talort: Hinterstoder (591 m)

Ausgangspunkt: Bergstation Höss (1858 m) der Seilbahnen (2 Sektio­nen) von Hinterstoder; die Talstation befindet sich im Ortszentrum

Endpunkt: Talstation der Bärenalm-bahn (656 m) im Talschluss des Sto­dertals; Bushaltestelle

Öffentliche Verkehrsmittel: Busver­bindung vom Bahnhof Hinterstoder der Pyhrnbahn

Höhenunterschied: ca. 1050 Hm Auf­stieg, 2250 Hm Abstieg

Gesamtdauer: 8 Std. (Aufstieg bis Hochmölbing 2 1/2 Std., Abstieg zur

Hochmölbinghütte 13/4 Std., Rückweg ins Stodertal 33/4 Std.)

Beste Jahreszeit: von etwa Mitte Juni bis Mitte Oktober

Karten: Alpenvereinskarte, 1:25 000, Blatt 15/2 »Totes Gebirge Mitte« (hier fehlt ein winziges Routenstück am Schrocken, siehe Blatt Ost)

Fremdenverkehrsamt: Pyhrn-Priel Tourismus, Informationsbüro A-4573 Hinterstoder,

Tel. 00 43/(0)75 64/52 63, (nur registrierte User sehen den Link, login oder registriere dich)

Hütten: Hochmölbinghütte (1684 m), ÖTK, bew. Anfang Juni bis Mitte Okto­ber, Tel. 00 43/(0)6 64/5 11 03 15

Charakter/Besonderheiten: Auf der vorgestellten Route werden gleich eine ganze Reihe von Gipfelerhebun­gen überschritten, die sich aber z. T. wenig eigenständig herausheben. Al­lerdings muss an einigen Stellen auch ein wenig gekraxelt werden, außerdem zieht sich der Rückweg via Türkenkar-scharte ins Stodertal mit seinen Ge­genanstiegen ziemlich in die Länge. Wer in der Hochmölbinghütte näch­tigt, entschärft die konditionellen An­forderungen.

Aufstieg zum Hochmölbing: Zu­nächst von Hinterstoder mit Seilbahn und Sessellift in zwei Etappen hinauf Richtung Hutterer Höss. Über sanfte Böden phasenweise durch Latschen­gelände südwärts auf den breiten Kamm der Schafkögel und weiter am nun zunehmend schärferen und stei­leren Felsgrat zum Gipfel des Schro­cken (2281 m). Eine ausgesetzte Gratstelle ist gesichert. Der Weiter­weg zum Hochmölbing, bis zur Kreuzspitze (2327 m) südwestwärts, danach genau Richtung Süden er­weist sich als Panoramawanderung ersten Ranges — man folgt dabei stets der Kammhöhe.

Abstieg über Türkenkarscharte: Nach dem Hochmölbing (2336 m) wird auch der Mittermölbing (2318 m) überschritten, an dem sich der Grat samt Route gabelt. Man hält sich rechts (Nr. 281) und folgt weiter der Krete (eine Passage kann rechts um­gangen werden) über den Kleinmöl­bing (2160 m) hinweg. Dahinter senkt sich der Weg mit dem weit nach Südwesten ausstreichenden Kammausläufer endgültig ab und läuft bei der Hochmölbinghütte (1684 m) auf der idyllischen Niederhüttenalm ein. Für den Rückweg ins Stodertal wählt man den leicht ansteigenden Weg zur Sumperalm (1755 m), die im Bereich eines Sattels liegt. Auf der Nordseite am rechten Rand des Sumpergra­bens durch die Saulochleiten steil bergab und links hinaus zum bezau­bernd abgeschiedenen Grimmingbo­den. In nördlicher Richtung wird leicht ansteigend die Graßeckalm (1601 m) erreicht, doch endet der Ge­genanstieg erst an der Türkenkar-scharte (1741 m), wo man vollkom­men vom Blick in die mächtige Prielgruppe des Toten Gebirges ge­fesselt wird. Der lange Schlussab­stieg ins Stodertal führt via Bärenalm (1626 m) und über mehrere Graben-einschnitte hinweg nach Schaffereith und schließlich bis in die Talsohle nahe der Talstation des Bärenalmlifts, dessen Nutzung kaum lohnt (Weg Nr. 280, im unteren Teil mehrmals die Forststraße kreuzend).